23. Februar 2026 / Mobilität & Verkehr

S-Bahn-Sperrung ab 24. Februar: IVLZ warnt vor massiven Staus im Berufsverkehr

Wegen der S-Bahn-Sperrung drohen ab 24. Februar erhebliche Staus auf B10, B14 und B29 – weitere Baustellen verschärfen die Lage.

Veröffentlicht am 23. Februar 2026 um 10:21 Uhr

Erhebliche Verkehrsbehinderungen ab 24. Februar erwartet – IVLZ rechnet mit Mehrverkehr auf den Einfallstraßen

Mit der S-Bahn-Sperrung zwischen Waiblingen und Bad Cannstatt ab dem 24. Februar rechnet die Integrierte Verkehrsleitzentrale Stuttgart (IVLZ) mit deutlich mehr Verkehr aus dem Rems-Murr-Kreis in Richtung Stuttgart. Vor allem im morgendlichen Berufsverkehr werden spürbare Mehrbelastungen auf den Hauptverkehrsachsen erwartet.

Mehr Autos durch Umstieg vom Zug
Nach Einschätzung der IVLZ dürften viele Pendlerinnen und Pendler während der Sperrung auf das Auto umsteigen. Die Verkehrslage könnte sich ähnlich entwickeln wie bei der Streckensperrung im vergangenen Dezember. Besonders betroffen sein werden voraussichtlich die Bundesstraße 14 vor dem Kappelbergtunnel sowie die Verbindung Fellbach–Bad Cannstatt.

Ein Teil des Verkehrs aus Richtung Kappelbergtunnel wird sich auf die Bundesstraße 10 in Richtung Esslingen und Ludwigsburg verteilen. Damit dürfte nicht der gesamte Mehrverkehr auf der B14 (Cannstatter Straße) auflaufen – dennoch rechnen die Fachleute insgesamt mit einer deutlichen Zunahme der Verkehrsmenge.

Engstellen bleiben Nadelöhre
In Fahrtrichtung Bad Cannstatt gilt das Neckartor mit seinen zwei Fahrstreifen weiterhin als maßgebliche Engstelle. In Spitzenzeiten kommt es hier regelmäßig zu Rückstaus bis auf Höhe des Landtags. Die Zweispurigkeit der Cannstatter Straße stadtauswärts hat die Situation laut IVLZ nicht zusätzlich verschärft.

Nach anfänglichen Staus im Zuge der Bauarbeiten am Nesenbachkanal habe sich die Lage stadteinwärts inzwischen wieder beruhigt. Der Schwanenplatztunnel ist derzeit nahezu staufrei.

Belastend wirkt sich allerdings der Umbau des Knotenpunkts B10/B14 (Uferstraße/Poststraße) aus. In Spitzenzeiten kam es hier zu Rückstaus bis zum Dreieck NeckarPark. Diese Engstelle ist inzwischen entfallen. Nun bleibt abzuwarten, wie sich der zusätzliche Verkehr auf der B14 in Richtung Innenstadt entwickelt.

Staus könnten sich verlagern
Mit Beginn der Streckensperrung erwartet die IVLZ eine erneute Verschärfung der Lage. Neben der B14 vor dem Kappelbergtunnel sowie der Strecke Fellbach–Bad Cannstatt dürfte auch die B10/B14 (Uferstraße) stärker belastet werden. Die bisherigen Staus im Bereich der Poststraße könnten sich künftig weiter in Richtung Leuzetunnel beziehungsweise Cannstatter Straße verlagern.

Zusätzliche Bauarbeiten im März
Parallel zur Bahn-Sperrung stehen weitere, langfristig geplante Arbeiten an:

Fahrbahndeckenerneuerung zwischen Poststraße und Leuzetunnel (Richtung Leuzetunnel) unter Vollsperrung von 6. März abends bis 9. März morgens
Fahrbahndeckenerneuerung in Richtung Dreieck NeckarPark von 20. März abends bis 23. März morgens
Zudem sind zur vollständigen Abnahme der Tunnelbetriebstechnik im Schwanenplatz-, Leuze- und Rosensteintunnel Brandversuche erforderlich. Hierfür werden vom 21. bis 23. März sowie vom 28. bis 30. März jeweils nachts einzelne Tunnelröhren gesperrt. Das zweite Wochenende dient zugleich als Reservezeitraum für die Fahrbahndeckenerneuerung, falls es witterungsbedingt zu Verzögerungen kommt.

Während dieser Maßnahmen werden großräumige Umleitungen eingerichtet, die auch den Schienenersatzverkehr betreffen. Die Arbeiten dienen der Fertigstellung des Projekts Leuze-/Rosensteintunnel und können laut IVLZ nicht weiter verschoben werden.

IVLZ rät von Schleichwegen ab
Angesichts der mehr als vierwöchigen Sperrung empfiehlt die IVLZ, Alternativen zum Individualverkehr zu prüfen. Die Bundesstraßen B10, B14 und Bundesstraße 29 bleiben die leistungsfähigsten Zulaufstrecken in Richtung Stuttgart. Ein Ausweichen auf Neben- oder Schleichwege wird ausdrücklich nicht empfohlen.

Pendlerinnen und Pendler sollten – sofern möglich – Fahrgemeinschaften bilden, Homeoffice nutzen, Arbeitszeiten verlagern oder auf andere Verkehrsmittel wie das Fahrrad umsteigen. Die kommenden Wochen dürften für Verkehrsteilnehmende in der Region Geduld erfordern.

Fotocredits: Stuttgart Inside Archiv

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