Polizei testet Turbo-Ladesäule in Pforzheim
Die Polizei Baden-Württemberg macht beim Thema E-Mobilität Tempo: In Pforzheim läuft ab sofort ein Pilotversuch mit einer neuen batteriegepufferten Schnellladesäule. Innenminister Thomas Strobl hat das Projekt bei der Verkehrspolizei offiziell gestartet.
Die Besonderheit: Die Ladesäule kann auch bei schwachem Stromanschluss volle Leistung liefern. Möglich macht das ein integrierter Batteriespeicher. Bis zu 300 kW Ladeleistung sorgen dafür, dass Einsatzfahrzeuge in maximal 30 Minuten wieder startklar sind – zwei Autos gleichzeitig.
Getestet wird die Technik jetzt 24 Monate lang im echten Autobahn-Alltag. Dafür schickt die Polizei zwei neue E-Streifenwagen ins Rennen: einen Audi Q6 e-tron und einen BMW i5 Touring. Beide kommen auf rund 550 Kilometer Reichweite. Sensoren zeichnen während der Einsätze Daten zu Verbrauch und Leistung auf. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Fraunhofer-Gesellschaft.
Schon heute fährt rund jedes achte Polizeifahrzeug im Land elektrisch. Mit dem Test in Pforzheim soll geprüft werden, wie fit E-Mobilität für den harten Dauereinsatz ist – besonders auf der Autobahn.
Strobl spricht von einem „Technik-Turbo“ für die Polizei. Ziel: moderner, klimafreundlicher und zukunftssicherer Einsatzbetrieb.
Fotocredits: Innenministerium Baden-Württemberg/Steffen Schmid

