Kleine Fahrplanänderung mit großer Wirkung: Ab Sonntag, 14. Juni 2026, profitieren Fahrgäste in Baden-Württemberg von verbesserten Anschlussregelungen, längeren Wartezeiten bei Verspätungen und einem dichteren Angebot auf wichtigen Strecken.
Bessere Verbindungen, zuverlässigere Umstiege und mehr Komfort für Pendlerinnen und Pendler: Mit dem kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni 2026 startet in Baden-Württemberg ein neues Kapitel für den öffentlichen Nahverkehr.
Ein zentraler Bestandteil ist die neue landesweite Anschlusssicherung. Gemeinsam mit Deutsche Bahn, DB InfraGO und den Eisenbahnverkehrsunternehmen wurden die bisherigen Regeln für Umsteigeverbindungen überarbeitet. Ziel ist es, Reiseketten auch bei Verspätungen stabiler zu halten und unnötige Anschlussverluste zu vermeiden.
Mehr Sicherheit beim Umsteigen
Künftig gelten klarere Vorgaben, wie lange Züge an wichtigen Knotenpunkten auf verspätete Anschlusszüge warten sollen. Besonders in den Abendstunden werden die Wartezeiten ausgeweitet, damit die letzten Verbindungen des Tages besser abgesichert werden können.
Unterstützt wird das neue System durch eine automatisierte Software, die bereits seit Ende 2025 getestet wird. Sie wertet Echtzeitdaten aus dem Bahnverkehr aus und gibt Empfehlungen an die Verkehrsunternehmen weiter. Dadurch sollen Anschlussentscheidungen schneller, genauer und zuverlässiger getroffen werden.
Auch die Umsteigezeiten an wichtigen Bahnhöfen wurden neu berechnet. Durch die Berücksichtigung aktueller Infrastruktur und genauer Gleisangaben können künftig auch knappe Anschlüsse besser erkannt und gesichert werden.
Hermann-Hesse-Bahn fährt künftig im Halbstundentakt
Eine deutliche Verbesserung gibt es auch für die neue Hermann-Hesse-Bahn. Mit dem Fahrplanwechsel geht die Verbindung zwischen Calw und Weil der Stadt in den regulären Vollbetrieb.
Von Montag bis Freitag wird der bisherige Stundentakt zwischen 5 und 19 Uhr auf einen Halbstundentakt verdichtet. Zusätzlich fahren einzelne Züge weiter bis Renningen, wenn die Stuttgarter S-Bahn-Linie S62 nicht unterwegs ist. Dort bestehen direkte Anschlüsse in Richtung Böblingen und Sindelfingen.
Der neue Fahrplan setzt damit einen weiteren Schwerpunkt auf bessere Verbindungen im regionalen Bahnverkehr und soll den Umstieg auf Bus und Bahn im Alltag attraktiver machen.
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