24. August 2024 / Mobilität & Verkehr

Grünes Licht für grünen Wasserstoff

Stadtwerke Stuttgart, grünen Wasserstoff, Baubeginn 2025

Veröffentlicht am 24. August 2024 um 09:43 Uhr

Grünes Licht für grünen Wasserstoff

Das Wasserstoffprojekt der Stadtwerke Stuttgart am Stuttgarter Hafen, bekannt als Green Hydrogen Hub Stuttgart (GH2S), markiert einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen Zukunft für die Landeshauptstadt. Hier sind einige zentrale Punkte und Merkmale des Projekts zusammengefasst:

1. Produktionsstätte für grünen Wasserstoff: Am Stuttgarter Hafen wird eine Anlage errichtet, die mithilfe von Elektrolyseuren jährlich bis zu 1.000 Tonnen hochreinen grünen Wasserstoff produzieren kann. Dieser wird ausschließlich aus Ökostrom hergestellt, der überschüssig vorhanden ist, wenn erneuerbare Energien wie Sonnen- und Windenergie im Überfluss zur Verfügung stehen.

2. Logistikkonzept und Transportinfrastruktur: Das Projekt umfasst ein umfassendes Logistikkonzept, das die Versorgung von Industrie, Forschungseinrichtungen und Wasserstofftankstellen für den Schwerlastverkehr in der Region sicherstellt. Der Wasserstoff wird über die H2 GeNeSiS-Pipeline oder per Trailer zu den Abnehmern transportiert.

3. Zeitplan und Umsetzung: Die Vorbereitungen für das Baugelände haben bereits begonnen, und der eigentliche Bau der Anlage soll Anfang 2025 starten. Die geplante Inbetriebnahme ist für Ende 2026 vorgesehen.

4. Wirtschaftliche und ökologische Bedeutung: Das Projekt ist nicht nur ein wichtiger Schritt für die Energiewende und den Klimaschutz, sondern auch für den Wirtschaftsstandort Stuttgart. Der produzierte hochreine Wasserstoff eignet sich besonders für Brennstoffzellen, was ihn attraktiv für den Einsatz im Bus- und Schwerlastverkehr sowie in der Forschung und Entwicklung macht.

5. Partnerschaften und Förderung: Das Projekt wird durch eine Vielzahl von Partnern unterstützt, darunter die EU, das Ministerium für Umwelt und Klima des Landes Baden-Württemberg sowie verschiedene lokale Organisationen und Forschungseinrichtungen wie die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, die Stadtwerke Esslingen am Neckar GmbH & Co. KG, das Steinbeis-Innovationszentrum SIEET und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung BW (ZSW).

6. Technologische Innovationen: Das Projekt nutzt fortschrittliche Technologien wie einen digitalen Zwilling der Anlage und KI-Steuerung zur Optimierung der Wasserstoffproduktion und des Lastmanagements in den Stromnetzen.

Zusammengefasst ist das GH2S-Projekt der Stadtwerke Stuttgart ein bedeutender Schritt in Richtung einer nachhaltigen, emissionsfreien Energieversorgung und trägt zur Stärkung der regionalen Wirtschaft sowie zum globalen Klimaschutz bei.

Bildnachweis Stadtwerke Stuttgart

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