Ältere Beschäftigte: Perspektive entscheidet über Job-Freundschaften
Ob Kolleginnen und Kollegen im höheren Alter Freundschaften am Arbeitsplatz pflegen oder sich eher zurückziehen, hängt weniger vom Geburtsjahr ab als von der eigenen Sicht auf die berufliche Zukunft. Das zeigt eine Studie der Universitäten Hohenheim und Oslo mit mehr als 900 Beschäftigten zwischen 50 und 67 Jahren.
Wer seine Zukunft im Job noch offen sieht – etwa durch neue Projekte, Lernmöglichkeiten oder eine Rolle als Mentor – investiert häufiger in Beziehungen. Wer dagegen innerlich schon auf den Ruhestand zusteuert, meidet zusätzliche Kontakte und zieht sich zurück.
Dabei gibt es zwei Richtungen: Manche legen mehr Wert auf Nähe und gute gemeinsame Zeit, andere gehen auf Distanz. Ob Nähe oder Rückzug überwiegt, hängt zusätzlich von der persönlichen Einstellung ab. Wer Freundschaften außerhalb des Berufs wichtiger findet, reduziert eher den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen.
Für Unternehmen heißt das: Sie können viel tun, damit Freundschaften im Job auch im höheren Alter lebendig bleiben. Lernangebote, Verantwortung in Projekten oder Mentoring-Programme eröffnen Perspektiven. Ebenso wichtig sind Räume für Begegnung und echter Austausch im Arbeitsalltag.
Fotocredits: Stuttgart Inside Archiv

