Meilenstein für Stuttgarts neues Medienzentrum: Zeitkapsel für SMIC übergeben
Ein symbolträchtiger Moment für eines der wichtigsten Kulturprojekte der Stadt: Mit der Übergabe einer Zeitkapsel ist beim Bau des Stuttgart Moving Image Center (SMIC) ein weiterer Meilenstein erreicht. Der Neubau am Leonhardsplatz soll bis 2029 fertiggestellt werden und künftig als bundesweit einzigartiges Zentrum für Film, Medien und digitale Kultur dienen.
Auf der Baustelle in Stuttgart-Mitte wurde das Projekt von Vertreterinnen und Vertretern aus Stadt, Kultur, Architektur und der IBA’27 als zentrales Vorhaben der kommenden Jahre eingeordnet. Auf rund 10.660 Quadratmetern entsteht ein Haus, das die Medien- und Kreativszene der Stadt nachhaltig stärken soll. Die Bauarbeiten laufen seit 2026, die Kosten werden auf etwa 115 Millionen Euro beziffert.
Das SMIC gilt als wichtiger Impuls für die städtebauliche Entwicklung der Leonhardsvorstadt. Es soll neue Verbindungen zwischen Innenstadt und Quartier schaffen und gleichzeitig das Kreativwirtschaftscluster in Stuttgart ausbauen. Architektonisch setzt das Gebäude mit einem markanten „Hängehaus“ und einer auffälligen Stahlkonstruktion ein deutliches Zeichen im Rahmen der IBA’27.
Die übergebene Zeitkapsel dokumentiert das Projekt für kommende Generationen. Sie enthält unter anderem Baupläne, eine Silbermünze der Stadt sowie ein aktuelles Amtsblatt und wird dauerhaft im Gebäude integriert.
Der Entwurf stammt von Delugan Meissl Associated Architects aus Wien in Zusammenarbeit mit Wenzel+Wenzel aus Karlsruhe und ging aus einem Wettbewerb im Jahr 2022 hervor. Das Konzept sieht eine offene, vernetzte Raumstruktur vor, die Besucherinnen und Besucher vom Platzniveau über eine großzügige Freitreppe bis hin zu Kinosälen und Dachterrasse führt. Herzstück ist die sogenannte „Vision Box“, ein geschlossener Kubus mit digitalen LED-Flächen, der die Inhalte des Hauses sichtbar nach außen trägt.
Neben architektonischer Innovation setzt das SMIC auch auf Nachhaltigkeit: Begrünte Fassaden und Dächer sowie integrierte Photovoltaik sollen einen Beitrag zum Stadtklima leisten.
Das Projekt basiert auf einem langjährigen, gemeinschaftlichen Entwicklungsprozess zahlreicher Akteure aus Kultur, Bildung und Kreativwirtschaft. Als offene Plattform angelegt, soll das Haus künftig Raum für Austausch, Innovation und neue Perspektiven im Umgang mit bewegten Bildern bieten – und sich dabei stetig weiterentwickeln.
Fotocredits: LHS Fabrice Weichelt

