Zwischen Berlin und Stuttgart – Otto Kuhnle zeigt neue Fotoseite im Theaterhaus
Dass im Theaterhaus Stuttgart nicht nur Theater und Kabarett, sondern auch bildende Kunst eine Heimat hat, ist längst bekannt. Die Galerie im Foyer überrascht regelmäßig mit spannenden Ausstellungen. Ab dem 5. Oktober 2025 kommt dort ein Name ins Spiel, den die meisten zunächst nicht mit Fotografie verbinden würden: Otto Kuhnle.
Der 63-Jährige ist seit Jahrzehnten als Kabarettist, Schauspieler und Entertainer auf den Bühnen des Landes unterwegs – vielen ist er gemeinsam mit Roland Baisch oder Michael Gaedt bekannt. Doch nun zeigt Kuhnle im Theaterhaus eine andere künstlerische Seite: die des Fotografen.
„Berlin–Stuttgart“: Zwei Städte, zwei Lebensmittelpunkte
Die Ausstellung trägt den Titel „Berlin–Stuttgart“ – und genau zwischen diesen beiden Polen bewegt sich Kuhnles Leben seit über 40 Jahren. „640 km, jahrzehntelang hin und her, hier und da. Seit den frühen 80er Jahren lebe ich in Berlin und bin oft in Stuttgart zu Gast. Berlin/Stuttgart ist weder sauber noch schön, weder leise noch laut“, sagt er selbst über das Spannungsfeld seiner beiden Lebensmittelpunkte.
Seine Fotografien zeigen Schwarz-Weiß-Motive, die weit entfernt sind von touristischer Glätte oder den gängigen Klischees. Kuhnle interessiert sich nicht für Postkarten-Idyllen, sondern für Strukturen, Stimmungen und Brüche. Er kratzt – wie er es nennt – „den Aufputz weg“ und legt die Seele der Städte frei. Dabei entstehen Bilder, die die Grautöne betonen, Zwischenschichten offenbaren und dem Betrachter neue Sichtweisen ermöglichen.
Vernissage mit freiem Eintritt
Die Vernissage findet am Sonntag, den 5. Oktober 2025, um 11:30 Uhr im Foyer des Theaterhaus Stuttgart statt. Der Eintritt ist frei. Besucher:innen haben dabei die Gelegenheit, mit Otto Kuhnle ins Gespräch zu kommen und seine Sicht auf Berlin und Stuttgart direkt kennenzulernen.
Ausstellung bis Jahresende
Die Fotoausstellung ist bis zum 31. Dezember 2025 zu sehen. Geöffnet ist die Galerie täglich während der Kassenzeiten von 10 bis 21 Uhr, an Vorstellungstagen entsprechend länger. Auch der Eintritt zur Ausstellung ist frei.
Wer Otto Kuhnle bislang nur als humorvollen Bühnenkünstler kannte, hat nun die Gelegenheit, eine neue, nachdenklichere Facette seines Schaffens zu entdecken.
Fotocredits: Otto Kuhnle

