Illegale Raubgrabungen und unerlaubte Sondengänge gefährden wertvolle Zeugnisse der Geschichte Baden-Württembergs. Um auf die Folgen dieser Form der Kulturgutkriminalität aufmerksam zu machen, laden das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und das Landesmuseum Württemberg am Donnerstag, 11. Juni, zu einem Kulturkaffee ins Alte Schloss nach Stuttgart ein.
Unter dem Titel „LKA und LMW: gemeinsam für den Schutz von Kulturgütern“ geben Fachleute beider Institutionen Einblicke in ihre Zusammenarbeit beim Schutz archäologischer Funde und historischer Objekte. Dabei werden auch konkrete Ermittlungsfälle vorgestellt, die zeigen, wie organisierte Tätergruppen gezielt nach wertvollen Fundstücken suchen und diese illegal in den Handel bringen.
Die Folgen solcher Eingriffe reichen weit über den Verlust einzelner Objekte hinaus. Werden Fundstätten unsachgemäß ausgegraben, gehen wichtige wissenschaftliche Informationen unwiederbringlich verloren. Für Archäologen sind nicht nur die Funde selbst, sondern auch deren Lage und Umfeld von entscheidender Bedeutung, um Erkenntnisse über vergangene Kulturen zu gewinnen.
Das Landeskriminalamt verzeichnet regelmäßig Hinweise auf unerlaubte Grabungen. Die Ermittler arbeiten dabei eng mit den Experten des Landesmuseums zusammen, die sichergestellte Objekte bestimmen, bewerten und ihre Herkunft analysieren. Ziel ist es, rechtswidrig entwendete Kulturgüter wieder in öffentlichen Besitz zurückzuführen und das kulturelle Erbe des Landes dauerhaft zu bewahren.
Mit der Veranstaltung möchten die Organisatoren zudem das Bewusstsein für den Wert archäologischer Funde stärken und über die gesetzlichen Regelungen informieren. Denn Grabungen ohne Genehmigung sowie das Zurückhalten oder Verkaufen von Funden sind strafbar.
Kulturkaffee „LKA und LMW: gemeinsam für den Schutz von Kulturgütern“
Donnerstag, 11. Juni 2026
15.30 bis 16.00 Uhr
Altes Schloss, Stuttgart
Tickets sind über die Website des Landesmuseums Württemberg erhältlich.
Fotocredits: Kulturkaffee; LKA BW

