15. Dezember 2025 / Inside-News

Telemedizin stärkt Geburtshilfe in Stuttgart

Rund um die Uhr vernetzt: Stuttgarter Geburtskliniken sichern Neugeborene mit telemedizinischer Expertise aus dem Olgahospital ab.

Veröffentlicht am 15. Dezember 2025 um 09:41 Uhr

Sicherer Start ins Leben: Telemedizin vernetzt Stuttgarter Geburtshilfen

Rund 6.200 Kinder kommen jedes Jahr in den Stuttgarter Kliniken zur Welt. Die meisten Geburten verlaufen komplikationslos. Für schwierige Situationen wie Frühgeburten oder medizinische Notfälle bei Neugeborenen steht in Stuttgart jedoch eine besondere Expertise bereit: die Neonatologie am Olgahospital des Klinikums Stuttgart, Deutschlands größter Kinderklinik.

Dank einer neuen telemedizinischen Anbindung können die Spezialistinnen und Spezialisten des Olgahospitals ihr Wissen nun rund um die Uhr auch anderen Stuttgarter Geburtskliniken zur Verfügung stellen. Pädiater und Neonatologen unterstützen konsiliarisch das Marienhospital Stuttgart und das Robert Bosch Krankenhaus, insbesondere dann, wenn dort ein spezieller kindermedizinischer Support benötigt wird. Ermöglicht wurde die technische Vernetzung durch die Förderung der Eva Mayr-Stihl Stiftung.

Die telemedizinische Lösung erlaubt es, in kritischen Situationen jederzeit einen erfahrenen Neonatologen aus dem Olgahospital hinzuzuziehen. Vitalwerte, Laborergebnisse und hochauflösende Videoübertragungen können gemeinsam in Echtzeit beurteilt werden. So lassen sich rasch fundierte Entscheidungen treffen, auch aus der Distanz. Zusätzlich bleibt sichergestellt, dass bei Bedarf innerhalb weniger Minuten ein spezialisiertes neonatologisches Team des Klinikums Stuttgart vor Ort unterstützt, während die telemedizinische Abstimmung weiterläuft.

Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Klinikum Stuttgart und dem Marienhospital besteht bereits seit vielen Jahren und wird durch die digitale Vernetzung weiter vertieft. Ziel ist es, die Sicherheit für werdende Mütter und ihre Kinder weiter zu erhöhen und in sensiblen Momenten schnelle fachliche Unterstützung zu gewährleisten.

Auch die Kooperation mit dem Robert Bosch Krankenhaus wurde Anfang 2025 in der Geburtshilfe etabliert und nun telemedizinisch erweitert. In enger Abstimmung mit den Neonatologen des Klinikums Stuttgart finden dort regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen statt. Die digitale Anbindung stärkt das wachsende geburtshilfliche Angebot und verbessert die Versorgung der kleinsten Patientinnen und Patienten nachhaltig.

Das Projekt ist Teil eines umfassenderen Engagements der Eva Mayr-Stihl Stiftung. Allein im Jahr 2025 unterstützte die Stiftung den Ausbau der Telemedizin am Klinikum Stuttgart mit rund zwei Millionen Euro. Neben der Neonatologie liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Tele-Intensivmedizin, durch die die Zusammenarbeit mit zahlreichen Kliniken in der Region auf eine neue Ebene gehoben wurde. Gefördert werden dabei sowohl moderne technische Infrastruktur als auch fachärztliche Stellen und technischer Support.

Mit der telemedizinischen Vernetzung der Stuttgarter Geburtskliniken wird ein wichtiger Schritt hin zu noch mehr Sicherheit, Qualität und Vernetzung in der Geburtshilfe gegangen – zum Wohl von Neugeborenen und ihren Familien in der Landeshauptstadt.

Fotocredits:  Klinikum Stuttgart/ Tobias Grosse / Marienhospital Stuttgart)

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