Vorsicht vor gefälschten ELSTER-Mails: Betrüger nutzen Steuerfrist aus
Verbraucherzentrale Baden-Württemberg warnt aktuell vor einer neuen Betrugsmasche rund um die Steuererklärung. Kurz vor Ablauf der Abgabefrist am 31. Juli versuchen Kriminelle, mit täuschend echt wirkenden E-Mails im Namen von ELSTER oder anderen Steuerprogrammen an persönliche Daten von Verbraucherinnen und Verbrauchern zu gelangen.
Die Nachrichten erwecken den Eindruck, von einem offiziellen Steuerportal zu stammen. Mit dem bekannten Schriftzug „ELSTER. Ihr Online-Finanzamt“ sowie einer scheinbar gültigen Steuernummer werden Empfängerinnen und Empfänger aufgefordert, eine angeblich neue Mitteilung im Steuerportal abzurufen.
Dafür sollen sie einen Link anklicken und ihr IMAP-Konto aktualisieren sowie synchronisieren. Auf der verlinkten Seite werden anschließend sensible Informationen abgefragt. Ziel der Betrüger ist es, Zugangsdaten und weitere persönliche Daten zu erbeuten.
Gerade in der Zeit vor wichtigen Steuerfristen steigt die Gefahr, dass solche Nachrichten übersehen oder für echt gehalten werden. Neben dem offiziellen Online-Portal ELSTER sind auch private Steuerprogramme von der Betrugsmasche betroffen.
Direkt im Portal prüfen statt Links anklicken
Verbraucherschützer empfehlen, E-Mails dieser Art genau zu prüfen. Auffällig sind unter anderem gefälschte Absenderadressen, ungewöhnliche E-Mail-Konten hinter dem angeblichen Absender sowie unpersönliche Anreden.
Wer eine Nachricht zu Steuerangelegenheiten erhält, sollte sich ausschließlich direkt über die bekannte Internetseite beim Steuerportal einloggen und dort nach neuen Mitteilungen schauen. Links aus verdächtigen E-Mails sollten nicht geöffnet und keinesfalls Passwörter, Zugangsdaten oder andere vertrauliche Informationen eingegeben werden.
Wer bereits Daten auf einer gefälschten Webseite eingetragen hat, sollte vorsorglich Passwörter ändern und Kontobewegungen besonders aufmerksam kontrollieren.
Die Betrugsversuche mit gefälschten Nachrichten von Behörden und staatlichen Einrichtungen nehmen immer wieder zu. Auch ELSTER wird regelmäßig für solche Phishing-Angriffe missbraucht.
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