🚨 POL-S: Polizei warnt vor Betrugsmasche mit angeblichen Insolvenzkanzleien
Stuttgart – In der Region Stuttgart häufen sich aktuell Betrugsfälle, bei denen sich Täter als Kanzleien für Insolvenzrecht ausgeben und gezielt Unternehmen sowie vereinzelt auch Privatpersonen anschreiben. Die Polizei warnt eindringlich vor der perfiden Masche und rät zu besonderer Vorsicht.
Erst vor wenigen Tagen überwies ein Geschädigter rund 700 Euro für einen Bildschirm, den er bei einer angeblich in Stuttgart ansässigen Insolvenzkanzlei erworben hatte. Ein weiteres Unternehmen erhielt von derselben vermeintlichen Kanzlei ein Angebot über Waren im Wert von rund 30.000 Euro – erkannte den Betrug jedoch noch rechtzeitig vor der Zahlung.
📧 Professionelle Aufmachung – falsche Versprechen
Nach bisherigen Erkenntnissen versenden die Täter professionell gestaltete Produktkataloge per E-Mail. Die angebotenen Waren sollen angeblich aus Insolvenzabwicklungen stammen und werden zu besonders günstigen Preisen angeboten.
Die dazugehörigen Internetseiten wirken auf den ersten Blick seriös. Im Impressum werden häufig die Daten tatsächlich existierender Unternehmen verwendet. Teilweise sind die Betrüger sogar über örtliche Festnetznummern erreichbar, um zusätzliche Seriosität vorzutäuschen.
Im weiteren Verlauf verlangen die Täter regelmäßig den Versand von Ausweisdokumenten – angeblich zur Vertragsabwicklung. Diese Ausweiskopien werden nach derzeitigen Erkenntnissen oftmals für weitere Betrugshandlungen missbraucht.
🔎 Die Polizei rät:
- Prüfen Sie derartige Angebote besonders sorgfältig.
- Recherchieren Sie vor einem Kauf intensiv im Internet nach dem Anbieter.
Insolvenzverfahren werden offiziell über das zuständige Amtsgericht geführt. Prüfen Sie unter www.insolvenzbekanntmachungen.de, ob das Verfahren und der genannte Verwalter dort tatsächlich registriert sind. - Kontrollieren Sie Vertragsunterlagen genau – oft finden sich Abweichungen bei Telefonnummern, Domains oder Adressen.
Sehen Sie bereits bei geringen Zweifeln von einem Kauf ab. - Versenden Sie keine Bilder oder Kopien Ihrer Ausweisdokumente.
👉 Grundsätzlich gilt: Wenn ein Angebot zu gut ist, um wahr zu sein, ist es meist nicht echt.
❗ Wenn Sie betroffen sind:
- Erstatten Sie schnellstmöglich Anzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle oder online.
- Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank und prüfen Sie mögliche Rückbuchungen.
- Brechen Sie den Kontakt zu den Tätern sofort ab.
Die Polizei bittet darum, auch versuchte Betrugsfälle zu melden, um weitere Geschädigte zu verhindern.
Fotocredits: Stuttgart Inside Archiv

