Nach der Hitze drohen Gewitter: Jetzt sollten Hausbesitzer ihre Versicherung prüfen
Kaum ist die Hitzewelle überstanden, kündigen Meteorologen bereits die nächste Wetterlage an: Gewitter, Starkregen und stürmische Böen ziehen über Deutschland – auch in Baden-Württemberg muss in den kommenden Tagen mit teils heftigen Unwettern gerechnet werden. Für Hausbesitzer ist jetzt der richtige Zeitpunkt, den Versicherungsschutz ihres Eigenheims zu überprüfen.
Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Wetterextreme längst keine Ausnahme mehr sind. Innerhalb kurzer Zeit können vollgelaufene Keller, abgedeckte Dächer oder umgestürzte Bäume Schäden in fünf- oder sogar sechsstelliger Höhe verursachen. Umso wichtiger ist eine passende Wohngebäudeversicherung.
Doch Vorsicht: Nicht jeder Unwetterschaden ist automatisch abgesichert. Während Sturmschäden oder Blitzschlag in der Regel von der Wohngebäudeversicherung übernommen werden, sind Schäden durch Starkregen, Überschwemmungen oder andere Naturgefahren häufig nur mit einer zusätzlichen Elementarschadenversicherung versichert.
Ein Blick auf die Schadensbilanz zeigt die Dimension: Im Jahr 2024 verursachten Unwetter in Deutschland Schäden von rund 5,7 Milliarden Euro. Allein Starkregen und Überschwemmungen schlugen mit etwa 2,6 Milliarden Euro zu Buche.
Ein Tarifvergleich kann mehrere Hundert Euro sparen
Neben dem Leistungsumfang lohnt sich auch ein Blick auf die Kosten. Gute Wohngebäudeversicherungen sind – je nach Lage und Gebäude – bereits ab rund 568 Euro im Jahr erhältlich. Andere Anbieter verlangen jedoch das Drei- bis Vierfache für vergleichbare Leistungen. Ein regelmäßiger Tarifvergleich kann deshalb bares Geld sparen.
Was Betroffene nach einem Unwetter tun sollten
- Schäden sofort der Versicherung melden.
- Weitere Schäden verhindern, etwa ein beschädigtes Dach provisorisch mit einer Plane sichern.
- Alle Schäden fotografieren und dokumentieren.
- Beschädigte Gegenstände bis zur Begutachtung möglichst aufbewahren.
- Reparaturen möglichst erst nach Rücksprache mit der Versicherung beauftragen.
📌 Info-Box: Welche Versicherung zahlt wann?
🏠 Wohngebäudeversicherung
Übernimmt Schäden am Gebäude durch Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Feuer. Dazu zählen beispielsweise beschädigte Dächer, Fassaden oder Fenster.
🌊 Elementarschadenversicherung
Sie ergänzt die Wohngebäudeversicherung und schützt unter anderem vor Schäden durch Starkregen, Überschwemmungen, Hochwasser, Erdrutsch oder Schneedruck. Ohne diesen Zusatz bleiben viele Unwetterschäden unversichert.
🛋️ Hausratversicherung
Ersetzt beschädigte oder zerstörte Einrichtungsgegenstände wie Möbel, Elektrogeräte oder Kleidung. Überschwemmungsschäden sind allerdings nur mit einer eingeschlossenen Elementardeckung versichert.
🚗 Kfz-Versicherung
Die Teilkaskoversicherung übernimmt in der Regel Schäden durch Hagel, Sturm, Blitzschlag oder Überschwemmung am eigenen Fahrzeug. Für selbst verschuldete Unfälle infolge eines Unwetters ist die Vollkasko zuständig.
Stuttgart Inside-Tipp
Nutzen Sie die aktuelle Wetterlage für einen kurzen Versicherungs-Check. Wer heute überprüft, ob Wohngebäude-, Hausrat- und Elementarschutz vollständig sind, kann sich im Ernstfall hohe Kosten und viel Ärger ersparen. Ein Tarifvergleich lohnt sich ebenfalls – die Preisunterschiede zwischen den Anbietern sind teilweise erheblich.
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