Hitzefalle Auto: Warum schon 30 Grad draußen gefährlich werden können
Die ersten warmen Tage bringen nicht nur Sommerfeeling nach Stuttgart, sondern auch ein unterschätztes Risiko auf Parkplätzen. Wie wir vom ADAC erfahren haben, kann sich ein Auto selbst bei Außentemperaturen unter 30 Grad innerhalb kürzester Zeit extrem aufheizen – mit teils lebensgefährlichen Folgen für Kinder und Tiere.
Messungen des Mobilitätsclubs zeigen: Bereits nach rund 30 Minuten in der prallen Sonne kletterte die Temperatur im Fahrzeuginneren auf mehr als 50 Grad. Nach etwa 90 Minuten wurden sogar knapp 60 Grad gemessen. Besonders kritisch: Oberflächen wie Lenkräder, Gurtschlösser oder Kindersitze können dabei bis zu 80 Grad heiß werden und schwere Verbrennungen verursachen.
Der Effekt entsteht durch direkte Sonneneinstrahlung. Die Wärme gelangt durch die Scheiben ins Fahrzeug, staut sich dort und verwandelt das Auto praktisch in ein Treibhaus. Selbst leicht geöffnete Fenster bringen laut ADAC kaum spürbare Entlastung.
Deshalb gilt: Auch bei kurzen Stopps sollten weder Kinder noch Haustiere im Wagen zurückbleiben. Zusätzlich empfiehlt der Club, empfindliche Gegenstände wie Smartphones, Powerbanks oder Feuerzeuge nicht im Auto liegen zu lassen.
Beim Schutz vor Hitze schnitten in den Tests vor allem Abdeckungen gut ab. Eine sogenannte Halbgarage reduzierte die Temperatur im Innenraum um bis zu zehn Grad. Auch silberne Sonnenschutzfolien an der Windschutzscheibe zeigten deutliche Wirkung.
Wer ein Kind oder Tier in einem überhitzten Fahrzeug entdeckt, sollte schnell reagieren. Erst prüfen, ob die Person oder das Tier ansprechbar ist, anschließend Polizei oder Feuerwehr alarmieren. Das Einschlagen einer Scheibe ist laut ADAC nur erlaubt, wenn akute Lebensgefahr besteht. In solchen Situationen sollte man möglichst Zeugen hinzuziehen und die Rettungskräfte informieren.
Fotocredits: ADAC Presse / ©iStock.com/shanecotee

