AOK warnt vor betrügerischen E-Mails
Versicherte werden per E-Mail unter falschem Vorwand aufgefordert, eine neue Gesundheitskarte zu beantragen. Die AOK Stuttgart-Böblingen empfiehlt beim Erhalt solcher E-Mails grundsätzlich keine persönlichen Daten preiszugeben.
Stuttgart/Sindelfingen, 21. August 2024– Bereits im Juli warnte die Verbraucherzentrale NRW vor betrügerischen E-Mails und immer noch erhält die AOK Stuttgart-Böblingen besorgte Anrufe von ihren Versicherten, die eine derartige Nachricht in ihrem elektronischen Postfach vorfinden.
Dabei werden die Empfänger dieser sogenannten Phishing-Mails aufgefordert, über das Anklicken eines Links, eine neue elektronische Gesundheitskarte zu beantragen. Dies geschieht unter dem Vorwand, dass mit der bisherigen Karte keine Gesundheitskosten mehr übernommen werden oder bei Nicht-Durchführung des vermeintlichen Updates Kosten bei weiterer Nutzung der bisherigen Karte anfallen. Nach dem Klick werden die Betroffenen auf eine gefälschte Seite geführt. Sämtliche Daten, die dort eingegeben werden, landen bei Kriminellen und werden beispielsweise für Straftaten wie Identitätsdiebstahl missbraucht.
„Wir kommunizieren mit unseren Versicherten schriftlich per Post oder über gesicherte digitale Kanäle, welche unserer Kundinnen und Kunden selbst gewählt haben, wie beispielsweise über die ‚Meine AOK-App‘“, erklärt Jürgen Weber, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Stuttgart-Böblingen. E-Mails mit Aufforderungen zu einer Bestellung einer neuen elektronischen Gesundheitskarte oder eines Updates versende die AOK Baden-Württemberg grundsätzlich nicht, so der stellvertretende Geschäftsführer weiter. Zudem warnt er davor, auf die E-Mail zu antworten oder Anhänge zu öffnen. Hilfreich ist auch, die Domain des Absenders zu überprüfen. Die AOK verwendet die Domain „aok.de“, dagegen werde von den Betrügern die Domain „aok-krankenversicherung.com“ genutzt.
„Wenn Versicherte der E-Mail und dem Absender nicht trauen, können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den AOK-KundenCentern vor Ort oder telefonisch kontaktiert werden“, so Jürgen Weber abschließend. Sollten Betroffene bereits persönliche Daten von sich preisgegeben haben, empfiehlt die AOK Stuttgart-Böblingen die Polizei zu kontaktieren und sich an die Verbraucherzentrale, sowie die Bundesnetzagentur zu wenden.

