🧠 VR statt OP-Saal: Stuttgart trainiert Notfälle virtuell
Neue VR-Technologie soll Notärzte auf seltene Extremsituationen vorbereiten – realistisch, sicher und jederzeit trainierbar.
Das Klinikum Stuttgart setzt gemeinsam mit der DRF Luftrettung und der StellDirVor GmbH auf Hightech in der Notfallmedizin: Eine innovative Virtual-Reality-Trainingsumgebung soll künftig lebensrettende Eingriffe wie die Clamshell-Thorakotomie realitätsnah simulieren.
Gerade bei seltenen, hochkritischen Notfällen zählt jede Sekunde – doch im Alltag lassen sich solche Szenarien kaum üben. Genau hier setzt das Projekt „HALO“ an: Ärztinnen, Ärzte und Rettungskräfte können komplexe Eingriffe in einer immersiven VR-Umgebung trainieren – gefahrlos, beliebig oft und ortsunabhängig.
Die DRF Stiftung fördert das Projekt, das die Ausbildung im Rettungsdienst auf ein neues Level heben soll. Besonders im Fokus: Teamarbeit, Kommunikation und schnelle Entscheidungsfindung unter extremem Zeitdruck.
Mit 32 Hubschrauberstationen bringt die DRF Luftrettung ihre umfassende Praxiserfahrung ein – auch aus Einsätzen in der Region Stuttgart und Leonberg. Realtests mit medizinischem Fachpersonal sind fester Bestandteil der Entwicklung.
Schon heute trainieren interprofessionelle Teams im Simulationszentrum STUPS des Klinikums Stuttgart mit modernster Technik. Die neue VR-Lösung erweitert dieses Angebot gezielt für seltene Extremsituationen.
Das Ziel ist klar: Mehr Sicherheit für Patienten durch besser vorbereitete Einsatzkräfte. Mit dem Einsatz von Virtual Reality setzt Stuttgart damit ein starkes Zeichen für die Zukunft der medizinischen Aus- und Weiterbildung.
Fotocredits: Klinikum/Tobias Grosser / DRF Luftrettung/ Steven Siebert

