24. Januar 2026 / Inside Kulturblog

25 Jahre Stuttgart PRIDE: Starkes Zeichen für Vielfalt beim CSD-Neujahrsempfang

Stuttgart PRIDE feiert 25 Jahre IG CSD e.V., stellt das Motto 2026 vor und setzt ein klares Zeichen für Zusammenhalt und Vielfalt.

Veröffentlicht am 24. Januar 2026 um 10:06 Uhr

Stuttgart PRIDE feiert 25 Jahre IG CSD e.V. und stellt Motto für 2026 vor - Ohne Uns kein Wir!

Ein besonderer Abend für die queere Community der Stadt: Beim Neujahrsempfang der IG CSD e.V. im Wizemann hat Stuttgart PRIDE nicht nur den offiziellen Start in die neue Saison gefeiert, sondern auch ein großes Jubiläum begangen. Genau vor 25 Jahren wurde die Interessengemeinschaft Christopher Street Day Stuttgart gegründet – ein Vierteljahrhundert Engagement für Sichtbarkeit, Vielfalt und Gleichberechtigung.

 

Zum Saisonauftakt präsentierte das Team von Stuttgart PRIDE das Motto für 2026, das den Fokus klar auf Gemeinschaft, Solidarität und gegenseitige Verantwortung legt. Es macht deutlich, dass ein starkes Miteinander nur dort entstehen kann, wo Menschen füreinander einstehen, Unterschiede respektieren und Vielfalt als gemeinsame Stärke begreifen.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Vorstellung der Schirmperson für 2026: Dr. Ulrike Groos, Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart. Mit ihrem kulturellen Hintergrund unterstreicht sie die Bedeutung von Kunst als gesellschaftlichem Resonanzraum, der Debatten anstößt, Perspektiven öffnet und Wandel begleitet. Ihr Engagement steht für die enge Verbindung von Kultur, Haltung und gesellschaftlicher Verantwortung in einer offenen Stadtgesellschaft.

Der Blick zurück zeigte, wie viel in den vergangenen Jahrzehnten erreicht wurde – von rechtlichen Fortschritten bis hin zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz. Gleichzeitig wurde deutlich, dass diese Errungenschaften keineswegs selbstverständlich sind. Zunehmende queerfeindliche Gewalt, Hass im Netz und Angriffe auf CSD-Veranstaltungen, auch in Baden-Württemberg, verdeutlichen, wie wichtig es bleibt, sichtbar und laut zu sein. Gerade in einem internationalen Klima, in dem Errungenschaften wieder infrage gestellt werden, kommt Veranstaltungen wie dem Christopher Street Day eine besondere Bedeutung zu.

Mut machen hingegen positive Entwicklungen aus Wirtschaft und Gesellschaft, etwa das wachsende Bekenntnis zur Charta der Vielfalt. Sie zeigen, dass Engagement für Gleichberechtigung weiter zunimmt und immer mehr Institutionen Verantwortung übernehmen.

 

Zum Jubiläum durfte auch ein Stück CSD-Geschichte nicht fehlen: Mit Fräulein Wommy Wonder war eines der Gründungsmitglieder der IG CSD e.V. anwesend und erinnerte daran, wie viel ehrenamtliche Arbeit, Mut und Durchhaltevermögen hinter 25 Jahren Stuttgart PRIDE stecken.

Neben zahlreichen Gästen aus der queeren Community nahmen auch politische Vertreterinnen aus Bund, Land und dem Stuttgarter Gemeinderat sowie Akteurinnen aus Wirtschaft und Kultur am Empfang teil. Gemeinsam setzten sie ein sichtbares Zeichen für eine solidarische, vielfältige und offene Stadt – damals wie heute und mit klarem Blick auf die kommenden Jahre.

Fotocredits: Ralf Alten Stuttgart Inside

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