Trend zu mehr Disziplin auf den Stuttgarter Straßen
Mehr Menschen mussten im Jahr 2022 höhere Bußgelder zahlen, dafür wird es sicherer auf den Straßen: Das ist die Jahresbilanz der Stuttgarter Verkehrsüberwachung. Autos in der Innenstadt fahren an einem stationären Blitzer vorbei. Im Jahr 2022 wurden an den stationären Anlagen exakt 136.906.706 Fahrzeuge angemessen.
Im Bereich der mobilen und teilstationären Geschwindigkeitsüberwachung haben die Anzahl und Schwere der Verstöße stadtweit abgenommen. Die Überschreitungsquote ist jeweils gesunken. Im stationären Bereich sind die Zahlen gestiegen. Dies ist überwiegend auf die Inbetriebnahme der Überwachungsanlagen im Schwanenplatztunnel zurückzuführen.
Gleichzeitig hat sich die Summe der Bußgelder nahezu verdoppelt. Der Bund hatte im November 2021 den Bußgeldkatalog erheblich verschärft, so dass Temposünder seither teils doppelt so hohe Bußen zahlen.
Insgesamt ist die Anzahl der von der Verkehrsüberwachung Stuttgart registrierten Geschwindigkeitsverstöße von 406.217 (2021) auf 490.875 (2022) gestiegen. Die Zunahme geht, wie erwähnt, in erster Linie auf die neuen stationären Messpunkte im Schwanenplatztunnel und damit einen Zuwachs bei Bußgeldverstößen und Fahrverboten zurück. So mussten im vergangenen Jahr 1.348 Autofahrerinnen und ‐fahrer ihren Führerschein abgeben, da sie in Stuttgart wesentlich schneller als erlaubt unterwegs waren. 2021 waren es 1.016.
Die Gesamtsumme der Einnahmen stieg – auch aufgrund der höheren Strafen pro Verstoß – von 10,53 Millionen Euro auf 19,99 Millionen Euro.
„Den Nutzen der Kontrollen messen wir nicht an den Einnahmen“, erklärt Susanne Scherz, Leiterin der Abteilung Straßenverkehr im Amt für öffentliche Ordnung.
„Entscheidend ist für uns der positive Effekt, dass die Autofahrerinnen und ‐fahrer umsichtiger fahren. Das macht den Verkehrsfluss gleichmäßiger und entspannter, senkt die Unfallgefahr und die Emissionen und fördert ein besseres Miteinander im Verkehr.“
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