Zehn Tage lang wurde Stuttgart zum Treffpunkt für Forschung, Innovation und neue Ideen. Das 4. Wissenschaftsfestival zeigte eindrucksvoll, wie spannend Wissenschaft sein kann – mitten in der Stadt und für alle Generationen.
Oberbürgermeister Frank Nopper zieht zum Abschluss eine positive Bilanz: „Das vierte Stuttgarter Wissenschaftsfestival war ein voller Erfolg. Der hohe Publikumszuspruch zeigt, wie stark bei uns Innovationskraft und Innovationsgeist sind.“
Vom 26. Juni bis 5. Juli verwandelte sich die Landeshauptstadt in eine große Wissenschaftsbühne. Rund 130 Veranstaltungen an 60 Orten brachten Forschung, Technologie und gesellschaftliche Zukunftsthemen direkt zu den Menschen. Mehr als 80 Partnerinstitutionen aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Kultur und Wissenschaft beteiligten sich am vielfältigen Programm.
Wissenschaft zum Erleben und Mitmachen
Von Vorträgen und Diskussionsrunden über Science-Slams bis hin zu interaktiven Ausstellungen und Mitmachangeboten: Das Festival machte komplexe Themen verständlich und erlebbar. Besonders Kinder und Jugendliche standen im Mittelpunkt zahlreicher Angebote.
Beim Science Day im Stuttgarter Rathaus erhielten mehr als 600 Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in Forschung und Technik. Erlebnis-Lern-Trucks, mobile Labore und kreative Mitmachstationen luden dazu ein, selbst zu experimentieren und Zukunftstechnologien kennenzulernen.
Ein besonderes Highlight war die DLR-Raumfahrt-Show in der Liederhalle Stuttgart, die mit rund 2.000 Kindern ausgebucht war.
Forschung öffnet ihre Türen
Das Wissenschaftsfestival bot außergewöhnliche Einblicke hinter die Kulissen. Hochschulen öffneten Labore und Hörsäle, Forschungseinrichtungen präsentierten aktuelle Projekte und machten Entwicklungen sichtbar, die sonst nur Fachkreisen zugänglich sind.
Dazu gehörten unter anderem der Erlebnistag beim Fraunhofer-Gesellschaft, Einblicke in die Krebsforschung am Bosch Health Campus sowie der Science Family Day des Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Stuttgart-Vaihingen.
Wissenschaft mitten im Stadtraum
Auch außerhalb klassischer Bildungsorte fand Wissenschaft ihren Platz: Die Veranstaltungsreihe „Science in the Bar“ brachte Forschende mit Bürgerinnen und Bürgern in Stuttgarter Bars ins Gespräch. Die schwimmende Erlebniswelt MS experimenta auf dem Neckar lockte ebenso zahlreiche Besucherinnen und Besucher an.
Für Aufmerksamkeit sorgte außerdem die performative Modenschau „Second Skin“ im Württembergischer Kunstverein mit 250 Teilnehmenden sowie die Zukunftsveranstaltung „Stuttgart 2050“, bei der Wissenschaft, Stadtentwicklung und Musik miteinander verbunden wurden.
Rathaus als Wissenslabor
Auch das Stuttgarter Rathaus wurde während des Festivals zum Ort der Forschung. Die Ausstellung „Mathematik zum Anfassen“ lud Besucherinnen und Besucher dazu ein, spielerisch mathematische Phänomene zu entdecken. Digitale Anwendungen, VR-Projekte zur Energiewende und kreative Verbindungen von Kunst und Wissenschaft machten Forschung unmittelbar erfahrbar.
Ein besonderer Blickfang war zudem die Fotoausstellung „Stuttgarter Amazonen – Papageien in der Großstadt“, die die außergewöhnliche Papageienpopulation im Stadtgebiet thematisierte.
Stuttgart zeigt Zukunftskompetenz
Das Wissenschaftsfestival, das alle zwei Jahre von der Landeshauptstadt Stuttgart organisiert wird, unterstreicht die Bedeutung der Stadt als Wissenschafts- und Innovationsstandort. Die große Beteiligung zeigt: Forschung ist nicht nur Thema für Labore und Universitäten – sie gehört mitten in die Gesellschaft.
Stuttgart hat mit dem Wissenschaftsfestival erneut bewiesen, dass Innovation, Neugier und Zukunftsdenken Menschen jeden Alters verbinden können.
Fotocredits Stadt Stuttgart / Unterpier 27 GmbH

