Stutengarten: OB Nopper und Polizeipräsident Eisenbraun zu Besuch in der Kinderstadt
In der Kinderspielstadt Stutengarten haben derzeit die Kinder das Sagen. Noch bis zum 4. September verwandelt sich der Rasenplatz des VfR Cannstatt im Burgholzhof in eine eigene kleine Stadt, in der rund 500 Kinder pro Woche das gesellschaftliche Leben selbst gestalten. Jetzt haben Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper und Polizeipräsident Markus Eisenbraun der jungen Stadt einen Besuch abgestattet.
Vom Rathaus über die Bank bis zur Polizei und Eisdiele: Im Stutengarten können Kinder zwischen sechs und 13 Jahren verschiedene Berufe ausprobieren und erleben, wie eine Stadt funktioniert. Rund 60 Tätigkeiten stehen zur Auswahl. Bezahlt wird mit der eigenen Währung, den sogenannten Stuggis.
Bürgerversammlung und Stadtrundgang
Beim Besuch von Nopper und Eisenbraun ging es zunächst in eine spielerische Bürgerversammlung. Die Kinder konnten ihre Fragen an die beiden Gäste richten. Anschließend führte die Spielstadtpolizei die Besucher durch den Stutengarten.
Im Rathaus wurden Nopper und Eisenbraun vom Bürgermeister der Kinderstadt empfangen. Ein Eintrag ins Goldene Buch des Stutengartens durfte dabei natürlich nicht fehlen. Auf dem Rundgang standen unter anderem die Bank, Arztpraxen und das Polizeirevier auf dem Programm.
Auch ein praktischer Einsatz gehörte zum Besuch: In der Eisdiele schlüpfte OB Nopper kurzerhand in die Rolle des Eisverkäufers und verteilte Bauernhof-Eis an die Kinder.
Zum Abschluss standen die Stutengarten-Reporter bereit. Mit Kamera und Mikrofon befragten sie den Oberbürgermeister für die eigene Zeitung und die abendliche Stutengarten-Schau.
Polizei wird zur beliebten Spielstadt-Berufswelt
Besonders gefragt ist das Spielstadt-Polizeirevier. Ausgestattet mit Uniformwesten und Polizei-Go-Karts übernehmen die jungen Ordnungshüter Verantwortung auf den Spielstraßen. Sie regeln den Verkehr, gehen auf Streife und helfen dabei, kleinere Konflikte zu lösen.
Auch größere Aufgaben gehören zum Alltag: Die Kinder unterstützen bei der Absicherung von Veranstaltungen und übernehmen den Geleitschutz für besondere Gäste. Dabei erfahren sie spielerisch, welche Bedeutung Regeln, gegenseitiger Respekt und Zivilcourage für das Zusammenleben haben.
18. Auflage des Stutengartens
Die Kinderspielstadt wird seit 2007 vom ProjektWERK der Stuttgarter Jugendhaus gGmbH organisiert. In diesem Jahr findet die 18. Auflage statt. Vom 17. August bis zum 4. September werden insgesamt rund 500 Kinder pro Woche betreut.
Das Besondere: Die Kinderstadt funktioniert weitgehend eigenständig. Die jungen Bürgerinnen und Bürger arbeiten, verdienen Stuggis und entscheiden selbst, wie sie ihr Geld ausgeben. So werden politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge ganz praktisch erlebbar.
Die Nachfrage nach den Plätzen ist traditionell groß. Auch in diesem Jahr waren die verfügbaren Plätze schnell vergeben.
Ohne Ehrenamt geht es nicht
Hinter dem Projekt steht zudem ein großes Team freiwilliger Helferinnen und Helfer. Über den gesamten Zeitraum von Auf- und Abbau bis zum Ende der Spielstadt sind rund 300 Ehrenamtliche im Einsatz. Allein in dieser Woche unterstützen 178 Freiwillige das Projekt – etwa an gastronomischen Ständen oder als Ansprechpartner für die rund 30 Kindergruppen.
Für die Stadt ist der Stutengarten damit nicht nur ein Ferienangebot, sondern auch ein praktisches Lernfeld für Demokratie und gesellschaftliches Miteinander. Die Kinder erfahren unmittelbar, dass eine funktionierende Stadt von Mitbestimmung, Verantwortung und Engagement lebt.
Text: M.C. Alten-Siegl
Fotocredits: Fabrice Weichelt /LHS

