Spatenstich für neue Elefantenwelt in der Wilhelma
In der Wilhelma haben am 27. Januar 2026 offiziell die Bauarbeiten für die neue Elefantenwelt begonnen. Mit dem Spatenstich fiel der Startschuss für eines der größten Bauprojekte in der Geschichte des zoologisch-botanischen Gartens. Anwesend waren unter anderem Finanzminister Dr. Danyal Bayaz, Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin sowie der Vorsitzende des Fördervereins, Prof. Georg Fundel.
Die neue Elefantenwelt soll nicht nur ein weiteres Highlight für Besucherinnen und Besucher werden, sondern auch neue Maßstäbe in der artgerechten Haltung setzen. Geplant ist eine hochmoderne Anlage, die die natürlichen Sozialstrukturen Asiatischer Elefanten berücksichtigt. Das sogenannte Fission-Fusion-Prinzip ermöglicht es den Tieren, je nach Situation in unterschiedlichen Gruppen zusammenzuleben oder sich zeitweise zu trennen – ähnlich wie in freier Wildbahn. Damit leistet die Wilhelma auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der stark gefährdeten Art.
Künftig bildet die Elefantenwelt zudem einen zweiten zentralen Haupteingang der Wilhelma. Direkt an der Stadtbahnhaltestelle „Rosensteinpark“ an der Pragstraße entstehen neue Zugänge. In die Elefantenhalle wird ein Restaurant mit Panoramafenster integriert, das den Blick auf die Tiere ermöglicht. Ein weiteres Gebäude beherbergt Kasse und Shop. Die gesamte Anlage wird barrierefrei gestaltet und erleichtert so den Besuch für Menschen mit Behinderungen sowie Familien mit Kinderwagen. Außerdem kann die Wilhelma künftig topografisch auch von oben nach unten erschlossen werden.
Die Elefantenwelt umfasst großzügige Innen- und Außenbereiche mit mehreren Wasserbecken und begrünten Gehegen. Nachhaltigkeit spielt beim Neubau eine zentrale Rolle: Die Gebäude entstehen aus Stahlbeton und Holz, auf den Dächern wird eine Photovoltaikanlage installiert. Ein Regenwassermanagement soll den Trinkwasserverbrauch senken, zusätzlich wird die Abwärme aus dem Rosensteintunnel in das Energiekonzept eingebunden.
Auf rund 5.400 Quadratmetern Innenfläche und etwa 14.500 Quadratmetern Außenanlagen finden künftig bis zu 15 erwachsene Elefanten Platz. Insgesamt investiert das Land Baden-Württemberg rund 68,5 Millionen Euro in das Projekt. Davon steuert der Verein der Freunde und Förderer der Wilhelma Stuttgart – Bad Cannstatt e. V. 15 Millionen Euro bei. Zuständig für die Umsetzung ist Vermögen und Bau Stuttgart. Die Fertigstellung der neuen Elefantenwelt ist für Anfang 2030 geplant.
Fotocredits: herrmann+bosch architekten

