Ein eigenes Fahrrad bedeutet für Kinder und Jugendliche ein großes Stück Freiheit – doch wie sicher sind die Modelle wirklich? Der ADAC hat 14 Kinder- und Jugendfahrräder mit 24-Zoll-Laufrädern unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Viele gute Räder, aber auch deutliche Schwächen bei Sicherheit, Ausstattung und Schadstoffen.
Im Fokus des Tests standen neben den Fahreigenschaften vor allem sicherheitsrelevante Aspekte wie Bremsleistung, Stabilität und Pedalfreiheit. Auch die Handhabung sowie die Eignung für junge Fahrerinnen und Fahrer wurden bewertet. Zusätzlich prüften Experten einzelne Bauteile auf mögliche Schadstoffbelastungen.
Testsieger mit klarer Empfehlung
Als klarer Gewinner geht das Woom Explore 5 hervor. Mit der Gesamtnote 2,0 überzeugte es in allen Kategorien. Besonders hervorzuheben sind die verbauten Scheibenbremsen, die auch bei Nässe zuverlässig funktionieren – ein Alleinstellungsmerkmal im Testfeld. Auf Platz zwei folgt das Cube Numove 240 Street mit der Note 2,2.
Schadstoffe sorgen für Abwertung
Deutlich kritischer fällt das Urteil bei der Schadstoffprüfung aus. Nur ein einziges Modell im Test ist komplett frei von Schadstoffen – ebenfalls das Rad von Woom. Negativ sticht hingegen ein Modell von Bikestar hervor: In den Griffen wurden Stoffe nachgewiesen, die als stark krebserregend gelten. Trotz solider Fahreigenschaften wird das Fahrrad deshalb auf die Gesamtnote 5,0 abgewertet.
Auch weitere Modelle zeigen Schwächen: Beim günstigsten Rad im Test von Decathlon/B’TWIN reicht die Bremsleistung nicht aus, um die geltenden Normen zu erfüllen. Beim Puky LS-Pro besteht zudem die Gefahr, dass die Pedale bei Kurvenfahrten früh den Boden berühren – ein potenzielles Sturzrisiko.
Nicht jedes Rad ist straßentauglich
Ein entscheidender Punkt: Nicht alle getesteten Fahrräder sind serienmäßig für den Straßenverkehr zugelassen. Für die Nutzung im öffentlichen Raum müssen sie den Vorgaben der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung entsprechen. Dazu gehören unter anderem funktionierende Beleuchtung, Reflektoren und eine Klingel. Fehlt diese Ausstattung, müssen Eltern nachrüsten.
Worauf Eltern achten sollten
Neben der Sicherheit spielt auch das Gewicht eine wichtige Rolle: Leichte Fahrräder lassen sich einfacher kontrollieren. Gleichzeitig sollte die maximale Belastbarkeit ausreichend hoch sein, damit das Rad auch mit wachsendem Kind und zusätzlichem Gepäck genutzt werden kann. Ebenso wichtig ist eine flexible Anpassung an die Körpergröße, damit das Fahrrad über mehrere Jahre passt.
Fazit: Der ADAC-Test zeigt: Ein genauer Blick lohnt sich. Sicherheit, Schadstofffreiheit und vollständige Ausstattung sollten beim Kauf oberste Priorität haben – für einen sorgenfreien Start in den Straßenverkehr.
Fotocredits: ADAC Presse

