Sichere Wege für kleine Entdecker: Stuttgart startet neue Verkehrssicherheitskampagne
Mit der neuen Verkehrssicherheitskampagne „Sichere Wege für kleine Entdecker“ will die Landeshauptstadt Stuttgart den Blick auf die Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr lenken. Im Mittelpunkt stehen Schulwege, das Umfeld von Kitas sowie Wege zu Spielplätzen.
Die Kampagne setzt auf positive und emotionale Botschaften und möchte Erwachsene für die Perspektive von Kindern im Straßenverkehr sensibilisieren. Kleine Veränderungen im Verhalten können dabei einen wichtigen Beitrag leisten: langsamer fahren, genauer hinschauen und Kindern ausreichend Zeit lassen, Verkehrssituationen sicher zu bewältigen.
Seit der Vorstellung der Kampagne beim Tag der offenen Tür im Stuttgarter Rathaus am 19. September ist sie stadtweit sichtbar. Noch bis Ende Oktober wird unter anderem mit Plakaten und weiteren Aktionen auf das Thema aufmerksam gemacht. Videos an Stadtbahnhaltestellen und Radiospots in Kooperation mit Radio Energy sollen die Kampagne zusätzlich bekannt machen. Ergänzt wird die Aktion durch Social-Media-Angebote und verschiedene Giveaways.
Mehr Sicherheit auf Schulwegen
Neben der Öffentlichkeitsarbeit setzt Stuttgart auch auf konkrete Maßnahmen im Straßenraum. Mehr als 70 Schulwegpläne für Grundschulen dienen als Grundlage, um Gefahrenstellen zu erkennen und Verbesserungen gezielt umzusetzen. Für weiterführende Schulen wurden in mehreren Stadtbezirken bereits Radschulwegpläne entwickelt.
Rund um Schulen werden zudem unterschiedliche Maßnahmen erprobt. Dazu gehören temporäre Sperrungen zu Bring- und Abholzeiten sowie Schulzonen und Schulstraßen. Ziel ist es, Konflikte zwischen Kindern und dem motorisierten Verkehr zu reduzieren und sichere Wege zu Fuß und mit dem Fahrrad zu schaffen.
Unfallanalysen sowie ein Beschwerdemanagement mit Terminen vor Ort ermöglichen es der Stadt, auf konkrete Problemlagen zu reagieren und Maßnahmen bei Bedarf anzupassen.
Prävention beginnt früh
Auch Prävention und Verkehrserziehung sind Bestandteil des Konzepts. Stationäre und mobile Jugendverkehrsschulen sowie Schulwegtrainings vermitteln Kindern wichtige Kenntnisse für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr.
Aktionen wie „Sicher zu Fuß zur Schule“ sollen Kinder außerdem dazu motivieren, ihren Schulweg möglichst selbstständig zu Fuß zurückzulegen. Gleichzeitig möchte die Stadt damit die Zahl der sogenannten Elterntaxis reduzieren.
Bei der Umsetzung arbeitet Stuttgart unter anderem mit dem Polizeipräsidium, dem Staatlichen Schulamt und Fördervereinen zusammen. Gemeinsam werden auch Angebote wie Laufbusse unterstützt, bei denen Kinder ihren Schulweg in Gruppen zurücklegen.
Die Kampagne verbindet damit Information und Prävention mit konkreten Veränderungen im Straßenraum. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit von Kindern langfristig zu verbessern und für mehr Rücksicht im täglichen Verkehr zu sorgen.
Text: M.C. Alten-Siegl
Fotocredits: Landeshauptstadt Stuttgart; Fabrice Weichelt LHS Stuttgart

