Reiseapotheke statt Kostenfalle im Urlaub
Der Sommerurlaub 2026 wird für viele Familien deutlich teurer – nicht nur wegen steigender Flug- und Hotelpreise. Wer im Ausland krank wird, muss laut ADAC oft mit extrem hohen Arzt- und Medikamentenkosten rechnen. Besonders in beliebten Reiseländern wie der Türkei oder Ägypten können Behandlungen ein Vielfaches teurer sein als in Deutschland.
Wie wir vom ADAC erfahren haben, zahlen Urlauber vor Ort teilweise das 20- bis 30-Fache der üblichen Behandlungskosten. Gerade kleinere Beschwerden können so schnell zur teuren Überraschung werden.
Eine aktuelle Umfrage unter mehr als 2.000 Reisenden zeigt: Zwar nehmen 77 Prozent eine Reiseapotheke mit, doch viele sind für unerwartete Erkrankungen nur unzureichend vorbereitet. Zwei Drittel mussten Arztkosten im Urlaub zunächst selbst bezahlen.
Kleine Medikamente, große Wirkung
Der ADAC empfiehlt deshalb, regelmäßig benötigte Medikamente in größerer Menge mitzunehmen – idealerweise etwa 50 Prozent mehr als gewöhnlich. Wichtig ist außerdem, Medikamente im Handgepäck und möglichst in Originalverpackungen zu transportieren.
Schon eine einfache Reiseapotheke für rund 30 bis 60 Euro kann helfen, hohe Zusatzkosten zu vermeiden. Dazu gehören unter anderem:
- Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol
- Mittel gegen Durchfall und Magenprobleme
- Fieberthermometer
- Pflaster und Desinfektion
- Insektenschutz und Juckreizsalbe
- Erkältungsmedikamente
- Mittel gegen Reisekrankheit
Besonders Magen-Darm-Erkrankungen können im Ausland teuer werden. Laut ADAC kostet eine Behandlung beim Hotelarzt in Ägypten teilweise bis zu 3.000 Euro.
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Telemedizin wird zum Urlaubshelfer
Immer wichtiger wird zudem die digitale medizinische Hilfe. Über den ADAC-Partner Air Doctor können Reisende weltweit Online-Sprechstunden nutzen – inklusive Rezeptausstellung und medizinischer Beratung per Video.
Bei schwereren Erkrankungen vermittelt der ADAC außerdem vertrauenswürdige Ärzte vor Ort. Mit entsprechender Auslandskrankenversicherung erfolgt die Abrechnung häufig direkt, ohne Vorkasse.
Der Tipp für die Urlaubssaison 2026: Lieber vor der Reise eine gut ausgestattete Apotheke packen – das spart im Ernstfall nicht nur Nerven, sondern oft auch mehrere hundert oder sogar tausende Euro.
Fotocredits: adac presse - pixabay

