Stuttgart führt erste Schulstraßen ein – Pilotprojekte sollen Schulwege sicherer machen
Mehr Sicherheit für Kinder auf dem Weg zur Schule: Die Landeshauptstadt Stuttgart startet erstmals zwei Pilotprojekte für sogenannte Schulstraßen. An der Riedseeschule in Möhringen und der Rappachschule in Weilimdorf sollen zeitweise Sperrungen für den Autoverkehr den Schulweg entspannter und sicherer machen.
Das Konzept wurde vom Amt für öffentliche Ordnung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik vorgestellt. Die Umsetzung der beiden Pilotstandorte ist für das vierte Quartal 2026 geplant.
Schulstraßen werden jeweils zu Beginn und am Ende des Schultags für bis zu eine Stunde für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Damit sollen vor allem sogenannte Elterntaxis reduziert werden, die häufig für unübersichtliche Situationen vor Schulen sorgen. Der Radverkehr bleibt weiterhin möglich, ebenso die Zufahrt zu privaten Stellplätzen.
Die erste Schulstraße entsteht in der Holdermannstraße im Umfeld der Riedseeschule in Möhringen. Die zweite wird in der Straße Sandbuckel an der Rappachschule in Weilimdorf eingerichtet.
Neben den zeitweisen Verkehrsbeschränkungen setzt Stuttgart auch auf eine kinderfreundlichere Gestaltung des Straßenraums. Farbige Eingangsbereiche und Gestaltungselemente auf der Fahrbahn sollen die Schulwege sichtbar machen und die Aufenthaltsqualität für Kinder verbessern.
Mit den Schulstraßen verfolgt die Stadt ein klares Ziel: Schülerinnen und Schüler sollen sicherer zur Schule gelangen und gleichzeitig mehr Selbstständigkeit und Eigenverantwortung im Straßenverkehr entwickeln.
Die beiden Pilotprojekte sollen wichtige Erfahrungen liefern. Auf dieser Grundlage will die Stadt ein Konzept für weitere Schulstraßen entwickeln und einen Stuttgarter Leitfaden erstellen. Dieser soll künftig Hinweise zur Planung, Kommunikation und Zusammenarbeit mit Schulen, Eltern sowie Anwohnenden geben.
Fotocredits: Symbolbild KI generiert

