Land stärkt Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Schule
Die Landesregierung will den Bildungserfolg und die Bildungsgerechtigkeit weiter verbessern und stärkt dafür gezielt die Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus, Schule und außerschulischen Akteuren. Ein entsprechendes Maßnahmenpaket wurde im Ministerrat am Dienstag, 20. Januar 2026, vorgestellt.
Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Verständnis von Bildung und Erziehung als geteilte Verantwortung. Angesichts gesellschaftlicher Veränderungen, vielfältiger Familienformen und eines gewandelten Rollenverständnisses von Eltern und Lehrkräften soll die Zusammenarbeit systematisch weiterentwickelt werden. Wissenschaftliche Studien sowie internationale Bildungsuntersuchungen belegen, dass eine frühzeitige und kontinuierliche Einbindung der Eltern positive Effekte auf Motivation und Leistung von Kindern hat.
Ein zentrales innovatives Element der Landesstrategie sind die Familiengrundschulzentren. Sie werden derzeit im Rahmen des Startchancen-Programms aufgebaut und sollen Eltern niedrigschwellige Beratungs- und Unterstützungsangebote bieten. Dazu zählen unter anderem offene Sprechstunden, Deutschkurse für Eltern mit Zuwanderungsgeschichte sowie Eltern-Kind-Angebote. Gleichzeitig vernetzen die Zentren Schulen stärker mit Jugendhilfe, Vereinen und weiteren Akteuren im Sozialraum. Im frühkindlichen Bereich gibt es bereits umfangreiche Erfahrungen: Seit 2016 haben sich landesweit 549 Kitas zu Kita- und Familienzentren weiterentwickelt.
Auch im außerschulischen Bereich setzt das Land auf eine systematische Stärkung der Familienbildung und Familienförderung. Die Zusammenarbeit von Schule, Elternhaus und erweitertem Sozialraum – etwa Jugendhilfe, Familienzentren, freien Trägern und sozialpädagogischen Diensten – gilt dabei als zentraler Baustein für gelingende Bildungs- und Erziehungsprozesse.
Ein wichtiger Bestandteil ist das Landesprogramm STÄRKE, das seit Jahren bedarfsorientiert die Erziehungskompetenz von Eltern in unterschiedlichen Lebenslagen fördert. Ergänzt wird dies durch weitere Angebote der Familienbildung, darunter kostenfreie Online-Trainings zur Medienerziehung, Programme zur Demokratie- und Medienbildung sowie spezielle Kurse für Väter zur Förderung einer gleichberechtigten Elternschaft.
Mit dem Maßnahmenbündel verfolgt die Landesregierung das Ziel, Kinder und Familien stärker zu unterstützen, Bildungs- und Aufstiegschancen zu verbessern und Verantwortung für Bildung und Erziehung gemeinsam zu tragen.
Fotocredits Staatsministerium Baden-Württemberg / Ilkay Karakurt

