Wer in den kommenden Sommerferien mit dem Auto nach Italien, Kroatien, Frankreich oder Österreich unterwegs ist, sollte sich frühzeitig mit Maut- und Vignettenregeln beschäftigen. Denn laut ADAC sorgen fehlende Vignetten, falsche Tickets oder unseriöse Online-Anbieter jedes Jahr für hohe Zusatzkosten und unnötige Verzögerungen auf Europas Autobahnen.
Besonders streng kontrolliert wird weiterhin in Österreich. Dort kostet das Fahren ohne gültige Vignette schnell 200 Euro Ersatzmaut – bei Motorrädern immerhin noch 120 Euro. Wer nicht bezahlt, riskiert sogar Verwaltungsstrafen von bis zu 3000 Euro.
Kurios: Die Ausreden der ertappten Autofahrer werden jedes Jahr kreativer. Von „Das Navi hat mich auf die Autobahn geführt“ bis hin zu „Mein Hund hat die Vignette gefressen“ war laut österreichischer Mautaufsicht alles dabei.
Österreich schafft Klebevignette ab
Eine wichtige Änderung steht bereits fest: Ab 2027 verschwindet die klassische Klebevignette in Österreich komplett. Stattdessen setzt das Land künftig vollständig auf digitale Kennzeichenerfassung. Der ADAC empfiehlt deshalb schon jetzt den Umstieg auf die digitale Vignette mit sofortiger Online-Gültigkeit.
Achtung: Brennerautobahn am 30. Mai gesperrt
Wer über den Brenner Richtung Italien reisen möchte, sollte seine Route genau prüfen. Am 30. Mai 2026 wird die Brennerautobahn auf österreichischer Seite wegen einer genehmigten Kundgebung zeitweise nicht befahrbar sein. Reisende sollten alternative Strecken einplanen und an diesem Tag keine Streckenmaut-Tickets kaufen.
Digitale Maut statt Warteschlange
Für viele Urlauber wird die digitale Maut zunehmend attraktiver. Mit der sogenannten Mautbox können Fahrzeuge auf speziellen Telepass- oder Télépéage-Spuren die Mautstationen ohne Halt passieren. Die Gebühren werden automatisch erfasst und später abgerechnet.
Das System funktioniert je nach Modell unter anderem in Italien, Frankreich, Spanien, Portugal und Kroatien. Auch für Wohnmobile über 3,5 Tonnen gibt es inzwischen spezielle Lösungen für mehrere europäische Länder.
Vorsicht vor Fake-Shops
Der ADAC warnt außerdem vor gefälschten Verkaufsseiten im Internet. Besonders bei Vignetten und digitalen Mauttickets tauchen immer wieder unseriöse Anbieter auf, die überhöhte Preise verlangen oder ungültige Tickets verkaufen. Urlauber sollten deshalb ausschließlich offizielle Verkaufsstellen oder bekannte Anbieter nutzen.
Fotocredits: ADAC Presse

