🐾 Keine lebenden Tiere unter den Weihnachtsbaum
Stadt warnt vor illegalem Tierimport
Gerade vor den Feiertagen appelliert das Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Stuttgart eindringlich an alle Tierfreunde: Bitte keine lebenden Tiere verschenken. Wer sich für ein Haustier entscheidet, übernimmt Verantwortung für viele Jahre – und sollte sich vorher umfassend über Herkunft, Bedürfnisse und Haltung informieren.
🚨 Illegale Tierimporte nehmen zu
Das städtische Veterinäramt hat seit Monaten vermehrt mit illegal importierten Hunden und Katzen zu tun. Besonders bei Angeboten im Internet sind Vorsicht und Skepsis gefragt: Gefälschte Papiere, falsche Altersangaben und unseriöse Verkäufer sind keine Seltenheit. Bei Zweifeln rät die Stadt, sich frühzeitig an das Veterinäramt oder eine Tierarztpraxis zu wenden.
📌 Gut informieren statt spontan kaufen
Das Amt für öffentliche Ordnung empfiehlt dringend, sich vor der Anschaffung fachlich beraten zu lassen – zu Haltung, Pflege und rassespezifischen Bedürfnissen. Laut Tierschutzgesetz müssen Tierhalter über die nötigen Kenntnisse verfügen. Entscheidend ist auch die Frage: Habe ich genug Zeit, Platz und finanzielle Mittel für ein Tier?
🐶🐱 Leid durch Billigangebote und Qualzuchten
Ob süße Welpenfotos, scheinbar günstige Rassehunde aus dem Ausland oder spontane Käufe auf Messen: Viele Tiere werden unter schlechten Bedingungen gezüchtet und viel zu jung von der Mutter getrennt. Die Folgen sind oft Krankheiten, Angststörungen und hohe Tierarztkosten – bis in den vierstelligen Bereich.
Auch sogenannte Qualzuchten bereiten Sorgen: In Stuttgart häufen sich Fälle von Möpsen mit schweren Augenerkrankungen, Bulldoggen mit Atemnot oder Chihuahuas mit massiven Zahnproblemen.
✋ Strenge Regeln für Hunde- und Katzenimporte
Für die Einfuhr nach Deutschland gelten klare Vorschriften:
Innerhalb der EU erst ab 15 Wochen erlaubt
Aus bestimmten Drittländern sogar erst ab sieben Monaten
Pflicht: gültige Tollwutimpfung, teils inklusive Bluttest und Wartezeit
Tollwut ist für Tiere und Menschen immer tödlich, deshalb werden die Regeln konsequent kontrolliert.
🎄 Fazit:
Ein Haustier ist kein Geschenk, sondern ein Familienmitglied. Wer helfen möchte, kann Tierheimen Unterstützung bieten – und so Tierliebe verantwortungsvoll zeigen.
Fotocredits LHS Archivbild

