Emotionen auf dem Eis: Holiday on Ice begeistert Stuttgart mit „Cinema of Dreams“
Holiday on Ice ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Eisshows der Welt und blickt auf eine über 80-jährige Geschichte zurück. Ihren Ursprung hat die Produktion im Jahr 1942 in den USA. In einer Zeit, in der große Live-Unterhaltung rar war, entstand die Idee, Eiskunstlauf aus den Sportarenen herauszuholen und als spektakuläre Show für ein breites Publikum zu inszenieren. Der Erfolg stellte sich schnell ein: Bereits wenige Jahre später tourte Holiday on Ice durch zahlreiche amerikanische Städte.
Ab den späten 1940er-Jahren begann der internationale Siegeszug. Besonders in Europa fand die Eisrevue großen Anklang, allen voran in Deutschland, wo Holiday on Ice bis heute eine außergewöhnlich starke Tradition hat. In den Nachkriegsjahren bot die Show vielen Menschen eine willkommene Abwechslung und ein Stück Glanz und Leichtigkeit. Mit jedem Jahrzehnt wuchs die Produktion weiter – sowohl in ihrer technischen Umsetzung als auch in ihrer künstlerischen Qualität.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich Holiday on Ice stetig weiter. Aus klassischen Eiskunstlaufnummern wurden aufwendig erzählte Shows mit durchgehenden Themen, moderner Musik, spektakulären Lichteffekten und immer komplexeren Choreografien. Internationale Spitzenläuferinnen und -läufer aus aller Welt prägen bis heute das hohe sportliche und künstlerische Niveau der Produktionen.
Trotz aller Innovationen ist eines gleich geblieben: der Anspruch, das Publikum emotional zu berühren. Freundschaft, Liebe, Träume und Fantasie stehen seit jeher im Mittelpunkt der Inszenierungen. Genau diese Mischung aus Tradition und Erneuerung macht Holiday on Ice zu einem festen Bestandteil der internationalen Entertainment-Landschaft – und zu einer Show, die seit Generationen Menschen begeistert.
Auch 2026 gehören Begeisterungsstürme, funkelnde Augen und eine Atmosphäre voller Vorfreude zu der Eisrevue: In der Porsche-Arena Stuttgart feierte Holiday on Ice am Mittwochabend, 21. Januar 2026, eine eindrucksvolle Premiere. Mit der neuen Show „Cinema of Dreams“ verwandelte sich die Eisfläche in eine große Leinwand der Gefühle. Noch bis zum 25. Januar ist die Produktion mit insgesamt neun Vorstellungen in der Landeshauptstadt zu sehen – der Auftakt setzte dabei direkt ein emotionales Ausrufezeichen.
Für einen besonders magischen Moment des Abends sorgten die prominenten Gäste Oli P. und Pauline Petszokat. Als der Sänger seinen bekannten Hit „Flugzeuge im Bauch“ live interpretierte und seine Frau zeitgleich elegant über das Eis schwebte, entstand ein intimer Augenblick voller Nähe und Vertrauen. Musik und Bewegung gingen nahtlos ineinander über, das Publikum lauschte gebannt und dankte es dem Paar mit lang anhaltendem Applaus. Ein Moment, der unter die Haut ging.
Doch die neue Produktion überzeugt weit über diesen Höhepunkt hinaus. „Cinema of Dreams“ ist eine Liebeserklärung an das Kino: Drei Freunde hauchen einem verlassenen Filmtheater neues Leben ein und erschaffen dort ihre eigenen filmischen Welten. Die Zuschauer werden mitgenommen auf eine abwechslungsreiche Reise durch unterschiedliche Genres – von nostalgischem Retro-Flair über funkelnden Glamour bis hin zu futurischen Szenen und berührenden Augenblicken. Jede Szene entfaltet sich live auf dem Eis und erzählt ihre eigene Geschichte.
Mit beeindruckender Präzision und spürbarer Leidenschaft füllen 37 internationale Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer diese Traumwelt. Kraftvolle Choreografien, stimmige Bilder und fließende Übergänge sorgen für einen Abend voller Dynamik. Themen wie Freundschaft, Fantasie und das Verfolgen eigener Träume ziehen sich dabei konsequent durch die Show. Am Ende hält es niemanden mehr auf den Sitzen: Das Publikum erhebt sich und feiert die Künstler mit minutenlangen Ovationen.
Die Stuttgarter Premiere von „Cinema of Dreams“ markierte einen glanzvollen Auftakt der diesjährigen Holiday-on-Ice-Gastspiele. Wer große Emotionen, eindrucksvolle Bilder und spektakulären Eiskunstlauf erleben möchte, sollte sich dieses Show-Erlebnis nicht entgehen lassen.
Text und Fotos Boris Mönnich

