Magische Premiere in Stuttgart – Der Weltweihnachtscircus startet zum 31. Mal mit großer Wucht in die Saison
Am 4. Dezember feierte der Weltweihnachtscircus in Stuttgart seine große Premiere – und selten war schon der erste Abend so deutlich ein Statement. Der neue Jahrgang zeigt: Dieser Circus will nicht einfach nur unterhalten, er will überwältigen.
Bereits beim Betreten des Zeltes wird klar, dass sich einiges verändert hat. Die neue Konstruktion kommt völlig ohne die üblichen Innenmasten aus. Außen gespannte Rundbögen tragen das Dach und eröffnen dem Publikum einen ungehinderten Rundumblick. Das wirkt nicht nur modern und großzügig, es schafft auch eine Atmosphäre, die die Manege stärker ins Zentrum rückt als je zuvor.
Doch nicht nur das Zelt ist rekordverdächtig. Mit über 120 Artisten sowie Orchester, Technik- und Backstageteam arbeiten rund 200 Menschen an dieser Show – so viele wie in keinem anderen europäischen Circus. Diese Fülle spürt man besonders im Finale, wenn sich scheinbar die gesamte Truppe gleichzeitig in der Manege versammelt. Was auf dem Papier nach Überladung klingt, entfaltet live eine beeindruckende Wucht: Energie, Bewegung, Musik, Jubel – ein Schlussbild, das das Publikum von den Sitzen riss.
Dazwischen reiht sich bei der aktuellen Show ein Höhepunkt an den nächsten. Für Gänsehautmomente sorgte die chinesische Xi’an Acrobatic Troupe mit ihrer akrobatischen Version des „Schwanensee“ – ein poetischer, fast stiller Augenblick inmitten all der Rasanz. Andere Acts setzten voll auf Tempo: spektakuläre Luftnummern, riskante Sprünge, fliegende Artistik, internationale Spitzenleistungen. Dazu gesellte sich eine monumentale Pferdenummer mit 21 Tieren – ein Anblick, der selbst erfahrene Circusgäste staunen ließ - und ein neuer Weltrekord.
Die Premiere zeigte eindrucksvoll, wie sehr Tradition und Moderne hier ineinandergreifen. Bewährte Circuskunst trifft auf neue Technik, klassisches Manegengefühl auf beeindruckende Inszenierung, familiäre Wärme auf weltweite Spitzenartistik. Und das Publikum? Es feierte jeden Moment. Zwischen Staunen, Lachen, Mitfiebern und minutenlangem Applaus verwandelte sich der Abend in ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst.
Die Meinungen nach der Show waren eindeutig. Schauspieler und Tatort-Star Richy Müller zeigte sich von der Premiere begeistert: „Der Weltweihnachtscircus ist jedes Jahr etwas Besonderes“, so der 70-Jährige. „Dieses Mal war das Programm sehr artistisch. Ich finde es sehr beeindruckend, wie intensiv diese Menschen ihr Leben lang trainieren, um so eine präzise Show zu zeigen!“
Auch Kabarettist Christoph Sonntag sparte nicht mit lobenden Worten: „Ich hab kurz vor der Pause gedacht: entweder krieg ich jetzt einen Rotwein oder einen epileptischen Anfall im positiven Sinne, weil alles so blitzend, bunt und bombastisch war!“
Gastronomin und Wasen-Festwirtin Sonja Merz fasste das Gesehene in der Manege kurz und knackig zusammen: „Es war gigantisch und einfach traumhaft!“
Der Weltweihnachtscircus hat damit einen Auftakt hingelegt, der die Messlatte für die Saison extrem hoch legt – und zeigt, warum Stuttgart Jahr für Jahr aufs Neue zum Circus-Hotspot wird. Noch bis zum 6. Januar 2026 heisst es auf dem Wasen: Manege frei!
Boris Mönnich
Fotocredits: Boris Mönnich

