Großbrand auf dem Stuttgarter Großmarkt: Feuerwehr bleibt bis Montag im Dauereinsatz
Der Großbrand auf dem Stuttgarter Großmarkt hält die Feuerwehr auch Tage nach dem Ausbruch weiter in Atem. Seit Freitagabend um 22.40 Uhr kämpfen die Einsatzkräfte gegen Glutnester und sichern die Brandstelle. Ein Ende des aufwendigen Einsatzes ist derzeit noch nicht in Sicht – die Feuerwehr rechnet damit, mindestens bis Montagvormittag vor Ort bleiben zu müssen.
Am Sonntagabend fand eine erneute Lagebesprechung direkt an der Einsatzstelle statt. Unterstützt wurde die Einsatzleitung dabei durch eine Drohne der Feuerwehr, die aus der Luft wichtige Erkenntnisse über die Ausbreitung verbliebener Glutnester und den Zustand der beschädigten Gebäude lieferte. Die Luftbilder helfen dabei, die nächsten Maßnahmen gezielt zu planen und potenzielle Gefahren frühzeitig zu erkennen.
Die laufenden Abrissarbeiten an den einsturzgefährdeten Gebäudeteilen wurden aus Sicherheitsgründen über Nacht unterbrochen. Ein beauftragtes Privatunternehmen wird die Arbeiten erst am Montagmorgen wieder aufnehmen. Erst wenn weitere Gebäudeteile entfernt sind, können bislang schwer zugängliche Brandherde vollständig erreicht und gelöscht werden.
Während der Nacht bleibt ein Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr mit einer Brandwache dauerhaft auf dem Gelände. Sollte sich erneut Feuer entwickeln, können die Einsatzkräfte sofort eingreifen und eine Ausbreitung verhindern. Mit Beginn der Morgenstunden werden die Feuerwehrleute erneut glimmenden Brandschutt freilegen und gezielt ablöschen.
Um die hohe körperliche und mentale Belastung möglichst gering zu halten, werden die Einsatzkräfte regelmäßig zwischen den Feuerwachen im Stadtgebiet ausgetauscht. So stellt die Feuerwehr sicher, dass der langwierige Einsatz auch über mehrere Tage hinweg professionell und sicher bewältigt werden kann.
Wie groß die Schäden auf dem Großmarkt letztlich sind und wodurch das Feuer ausgelöst wurde, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Die Feuerwehr kündigte an, im Laufe des Montagvormittags ein weiteres Lageupdate zu veröffentlichen.
Fotocredits: Ralf Alten

