9. August 2025 / Aus aller Welt

Zoo Leipzig schläfert drei Tigerbabys ein

Im Zoo Leipzig kommen drei Tigerbabys zur Welt, doch die Mutter kümmert sich nicht um sie. Die Verantwortlichen treffen eine schwere Entscheidung. Warum müssen die Babys eingeschläfert werden?

Drei Tigerbabys wurden eingeschläfert. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 9. August 2025 um 16:14 Uhr

Drei Tigerbabys sind im Zoo Leipzig wenige Tage nach ihrer Geburt eingeschläfert worden. Die Mutter habe sich nicht um die Jungtiere gekümmert, teilte der Zoo mit. Deswegen habe man den drei kleinen Amurtigern Leid ersparen müssen. Eine Handaufzucht sei unter dem Aspekt einer artgerechten Wildtierhaltung nicht infrage gekommen.

Mutter noch unerfahren

Die Jungtiere seien am Mittwochabend zur Welt gekommen. Es sei der erste Wurf der Tigerin Yushka gewesen. Die noch unerfahrene Katze habe sich einige Stunden nach der Geburt von ihrem Nachwuchs abgewendet. Ein solches Verhalten sei aus menschlicher Sicht emotional traurig, gehöre im Tierreich aber dazu, teilte Zoo-Direktor Jörg Junhold mit.

In den zwei Tagen, in denen sich die Mutter nicht mehr gekümmert habe, seien die kleinen Tiger ausgekühlt und zunehmend schwächer geworden. «An diesem Punkt, wenn die Jungtiere kein aktives Verhalten mehr zeigen und damit beim Muttertier kein Stimulus zur Versorgung oder Milchbildung mehr ausgelöst wird, müssen wir der schweren Verantwortung gerecht werden und den Jungtieren das Leiden durch Verhungern ersparen», erklärte Tierarzt Andreas Bernhard.

Zoo will weiter züchten

Der Zoo will aber weiterhin versuchen, mit der Amurtigerin Yushka die Art zu züchten. «Sie wird perspektivisch ihren Beitrag zum Fortbestand der Art mit einer natürlichen Aufzucht leisten können», erklärte Zoo-Direktor Junhold.


Bildnachweis: © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
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