Der Winter ist am Wochenende zurückgekehrt nach Deutschland - und mit ihm Schnee und Glätte. Abgesagte Flüge, ausgefallene Züge und zahlreiche Verkehrsunfälle waren die Folge. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte zeitweise vor Glatteis in weiten Teilen Deutschlands. Grund sei eine markante Warmfront, die von Südwesten gen Nordosten ziehe und Niederschläge von Schnee in gefrierenden Regen übergehen lasse, berichtete der DWD. Das Winterwetter wirkte sich auch auf den Flugverkehr aus. So meldeten der Airport München und der Frankfurter Flughafen ausgefallene Flüge. Am Stuttgarter Flughafen kam es zu einzelnen Verspätungen. Der Hauptstadtflughafen BER halbierte vorsorglich die Zahl der Landungen ab 17.00 Uhr von 40 auf 20 Maschinen pro Stunde. Während in Frankfurt 120 Flüge ausgefallen waren, meldete der Airport München nur «vereinzelte Ausfälle». Hier normalisierte sich die Lage am Vormittag, sagte ein Sprecher. Auch die Bahn meldete Einschränkungen. «Aktuell kommt es aufgrund von Winterwitterung im Raum Frankfurt am Main zu Beeinträchtigungen im Fernverkehr der Deutschen Bahn. Dadurch kommt es zu hohen Verspätungen sowie Teil und Ausfällen von Zügen», teilte die Deutsche Bahn mit. Gegen Mittag normalisierte sich die Lage. Andere Regionen Deutschlands waren laut Bahn nur indirekt betroffen. In Hannover führte Eisregen im Liniennetz der S-Bahn zu mehreren Weichenstörungen und verursachte Verspätungen und Ausfälle, wie eine Sprecherin mitteilte. Im Straßenverkehr kam es infolge der Glätte zu zahlreichen Unfällen. Meist blieb es bei Blechschäden und leichten Verletzungen. Ein Großteil der witterungsbedingten Unfälle sei darauf zurückzuführen, dass Menschen mit Sommerreifen auf schneebedeckten Fahrbahnen unterwegs gewesen seien, sagte eine Sprecherin der Freiburger Polizei. Sie ging davon aus, dass die Unwetterwarnungen viele Menschen vom Autofahren abhalten würden. «Die Menschen scheinen vernünftig zu fahren», sagte auch ein Sprecher der Polizei Unterfranken. Auf der A81 bei Engen nordwestlich des Bodensees überschlug sich ein Wagen der Bundespolizei wegen Glätte. Bei dem Unfall erlitten nach Polizeiangaben fünf Beamte leichte Verletzungen. Der Fahrer habe aufgrund der schneeglatten Fahrbahn die Kontrolle über den Wagen verloren. An dem Auto sei ein Totalschaden in Höhe von rund 70.000 Euro entstanden. In Mannheim krachte ein Autofahrer in eine gesicherte Unfallstelle. Der 32-Jährige prallte mit seinem Auto gegen einen Streifenwagen, der mit Blaulicht, Warnblinker und der Aufschrift «Glätte» eine Unfallstelle absicherte. Der Mann habe die Straßenverhältnisse unterschätzt, teilte die Polizei mit. Verletzt wurde niemand. Gefahren lauern auch an zugefrorenen Seen. Im Berchtesgadener Land (Bayern) war eine 13-Jährige am Samstag auf einen zugefrorenen See gegangen - und kurz darauf eingebrochen. Sie sei 20 Meter entfernt vom Ufer ins eiskalte Wasser gestürzt, habe sich aber aus eigener Kraft zurück auf die Eisfläche ziehen können, teilte das örtliche Rote Kreuz mit.Ausfälle und Verspätungen im Flugverkehr
Bahn-Beeinträchtigungen vor allem im Fernverkehr
Zahlreiche Verkehrsunfälle im gesamten Bundesgebiet
Polizeiauto überschlägt sich auf Autobahn wegen Glatteis
Auto stößt an Unfallstelle mit Streifenwagen zusammen
Vorsicht vor zugefrorenen Seen
Bildnachweis: © Federico Gambarini/dpa
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Glatteis und Schnee bringen Verkehr durcheinander
Erst schneit es in Deutschland, dann folgt eine Warmfront, die bundesweit für Glatteisgefahr sorgt. Die Folge: ausgefallene Flüge, Beeinträchtigungen im Bahnverkehr und zahlreiche Verkehrsunfälle.
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