Die spanische Polizei hat in Zusammenarbeit mit Kollegen aus mehreren Ländern die laut eigenen Angaben größte Bande von Drogenschmugglern zerschlagen, die Kokain aus Südamerika mit Segeljachten über Spanien nach Europa brachte. Bei Durchsuchungen und Zugriffen in Spanien, Portugal, Norwegen, Bulgarien, Großbritannien, Panama, Trinidad und Tobago und Kolumbien seien insgesamt 50 Personen, darunter 16 Norweger, festgenommen worden, teilte die spanische Polizei mit. Bei der internationalen Aktion, an der insgesamt elf Länder beteiligt waren, seien 1,5 Tonnen Kokain, acht Boote, 36 Fahrzeuge und 85 Telefone beschlagnahmt worden. Der Anführer der Organisation, der als «Professor» in Drogenkreisen bekannt gewesen sei, habe die Besatzungen der Segelboote angeheuert, die dann von einem anderen Führungsmitglied der Bande geleitet wurden. Ein Betbruder habe die Schmuggler «gesegnet», damit sie erfolgreich ihr Ziel erreichten. Der «Professor», der vermutlich seit mehr als 20 Jahren im Drogenhandel tätig war, habe das volle Vertrauen der kolumbianischen und mexikanischen Drogenkartelle besessen, mit denen er die Herstellung der Drogen und ihren Transport durch Südamerika bis zur Verschiffung nach Spanien koordinierte. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass das mit den Drogenlieferungen erlangte Geld in neue Geschäfte reinvestiert und über ein in mehreren Ländern operierendes Geschäftsnetz gewaschen worden sei. In Spanien verfügte die Bande über zehn Jachten, die jeweils mehr als eine Tonne Kokain transportieren konnten. Es habe Basen in Valencia, Alicante, Almería, Málaga und auf den Kanarischen Inseln gegeben, von denen aus Häfen in Brasilien, Kolumbien, Guyana, Trinidad und Tobago, St. Lucia, Barbados und Panama angesteuert wurden.
Bildnachweis: © Nono Rico/EUROPA PRESS/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Weltweit wohl größte Bande mit Kokain-Jachten hochgenommen
Mit einem Zugriff der Polizeien mehrerer Länder ist die wohl größte Bande von Kokainschmugglern auf Segeljachten zerschlagen worden. Sie brachten den südamerikanischen «Schnee» nach Spanien.
Meistgelesene Artikel
- 5. Januar 2026
Umbruch – Nachtschicht denkt Zukunft neu
Zwischen Krise und Chance: Die Nachtschicht startet mit Maja Göpel und starken Stimmen in eine neue Reihe zum Thema Umbruch.
- 29. Dezember 2025
Silvester in Stuttgart
Noch keine Pläne für den Jahreswechsel? Kein Problem, Silvester in Stuttgart bietet jede Menge Möglichkeiten: Events, festliche Menüs, Kultu
- 28. Dezember 2025
Wie fahren Bus und Bahn an Silvester und Neujahr?
SSB Fahrpläne an Silvester und Neujahr jetzt über die Fahrplanauskunft abrufbar
Neueste Artikel
- 21. Januar 2026
«Aktenzeichen XY...» sucht Hinweise auf Sparkassen-Coup
Rote und gelbe Handschuhe, gestohlene Kennzeichen: Die Polizei sucht mit Hilfe des ZDF nach Hinweisen auf Täter des Einbruchs in den Tresorraum einer Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen.
- 21. Januar 2026
Wieder Zugunglück in Spanien - Banges Warten auf Gewissheit
Nach zwei tödlichen Bahnunglücken in kurzer Folge geht in Spanien die Angst vor dem Zugfahren um. Angehörige von Vermissten warten derweil verzweifelt auf die Identifizierung der Todesopfer.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 21. Januar 2026
«Aktenzeichen XY...» sucht Hinweise auf Sparkassen-Coup
Rote und gelbe Handschuhe, gestohlene Kennzeichen: Die Polizei sucht mit Hilfe des ZDF nach Hinweisen auf Täter des Einbruchs in den Tresorraum einer Sparkassen-Filiale in Gelsenkirchen.
- 21. Januar 2026
Wieder Zugunglück in Spanien - Banges Warten auf Gewissheit
Nach zwei tödlichen Bahnunglücken in kurzer Folge geht in Spanien die Angst vor dem Zugfahren um. Angehörige von Vermissten warten derweil verzweifelt auf die Identifizierung der Todesopfer.

