23. August 2024 / Aus aller Welt

Weitere Japankäfer in Bayern gefunden

In Tierfallen in Bayern sind unerwünschte Gäste entdeckt worden: zwei weitere Exemplare des Japankäfers. Der Schädling ist meldepflichtig.

In Bayern sind weitere Japankäfer gefunden worden. Bei dem Tier handelt es sich um einen meldepflichtigen Schädling. (Archivbild)
Veröffentlicht am 23. August 2024 um 13:05 Uhr

Nach dem ersten amtlich bestätigten Fund eines Japankäfers in Bayern Anfang August sind zwei weitere männliche Käfer entdeckt worden. Sie wurden in zwei Fallen der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) bei Kiefersfelden und bei Lindau gefunden, wie die Anstalt mitteilte. 

Der etwa einen Zentimeter große Japankäfer ist meldepflichtig und bedroht Zier- und Nutzpflanzen. Die erwachsenen Käfer fressen an grünen Pflanzenteilen und Früchten, die Larven ernähren sich hauptsächlich von Gräserwurzeln. Der Japankäfer kann darum an vielen Ackerkulturen, Waldbäumen, Obst- und Weinanlagen, aber auch an Zierpflanzen und in Privatgärten großen Schaden verursachen.

Erstes Exemplar Anfang August entdeckt

Nahe Lindau war Anfang des Monats auch das erste Exemplar des im Fachjargon Popillia japonica bezeichneten Tieres entdeckt worden. Nach dem erneuten Fund hat die LfL die Kontrolle in diesen Grenzregionen mit weiteren Fallen verstärkt und auch den österreichischen Pflanzenschutzdienst informiert. 

Die LfL-Experten gehen derzeit noch davon aus, dass die drei bislang in Bayern gefundenen Käfer auf Transportmitteln aus Norditalien oder der Schweiz mit nach Deutschland gereist sind, denn alle Fundorte liegen in der Nähe von Autobahnen. 

Bei allen drei der in Bayern gefangenen Käfer handelt es sich nach LfL-Angaben um Männchen. Sie sind jeweils in eine der bayernweit 53 Fallen geflogen, die in Risikogebieten aufgestellt wurden. 

Die Fallen sind mit spezifischen Lockstoffen bestückt und sollen noch vier bis sechs Wochen stehen bleiben und wöchentlich kontrolliert werden. «Wenn keine weiteren Käfer gefunden werden, besteht die berechtigte Hoffnung, dass es sich bei den Fängen nicht um Individuen einer in Bayern bereits angesiedelten Population handelt», teilte die LfL mit.


Bildnachweis: © Uli Deck/dpa
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