23. Mai 2025 / Aus aller Welt

Wohl sechs Tote bei Absturz in San Diego - auch Musikmanager

Der Absturz eines Kleinflugzeugs verwandelt eine Straße im südkalifornischen San Diego in ein Flammenmeer. Nun werden Details zu den Insassen des Unglücksfluges bekannt.

Tödlicher Kleinflugzeugabsturz in einem Wohngebiet im südkalifornischen San Diego.
Veröffentlicht am 23. Mai 2025 um 14:37 Uhr

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs über einem Wohngebiet in der US-Westküstenstadt San Diego sind nach Angaben der Behörden wahrscheinlich alle sechs Insassen gestorben. Feuerwehrsprecher Dan Eddy sagte auf die Frage, ob jemand an Bord überlebt habe: «Das weiß ich nicht, aber nein, ich glaube nicht», wie der TV-Sender CNN berichtete. 

Derweil berichtete das Kultur-Branchenmagazin «Billboard», dass der Musikmanager Dave Shapiro unter den Opfern sei und berief sich dabei auf eine Mitteilung von Shapiros Unternehmen Sound Talent Group. Er hatte demnach unter anderem die Rockband Sum41 oder die Pop-Gruppe Hanson gemanagt. Berichten zufolge war auch ein Schlagzeuger der vergleichsweise unbekannten Metalband The Devil Wears Prada an Bord.

Das Unglück bei schlechten Sichtverhältnissen hatte eine Straße in San Diego am frühen Donnerstagmorgen in ein Flammenmeer verwandelt. Das Feuer wurde laut Feuerwehr recht schnell unter Kontrolle gebracht. Mindestens zehn Häuser wurden beschädigt oder zerstört. Eine Reihe von Autos brannte. 

Etwa 100 Anwohner wurden infolge des Unglücks obdachlos - viele kamen in Hotels unter, andere bei Freunden und Familienmitgliedern. Das betroffene Gebiet ist Heimat vieler Familien mit militärischem Hintergrund.

Schlechte Sicht während Landung

«Ich kann diese Szene kaum in Worte fassen, aber das Kerosin floss die Straße hinunter und alles stand auf einmal in Flammen. Es war schrecklich mit anzusehen», hatte Polizeichef Scott Wahl die Szene beschrieben. 

Die Einsatzkräfte hätten bei der Evakuierung der Menschen Heldenhaftes geleistet. Aufnahmen einige Stunden nach dem Vorfall zeigten die Straße, die einem Trümmerfeld glich und von ausgebrannten Autos gesäumt war. 

Die Hintergründe des Absturzes blieben zunächst unklar, jedoch herrschte zur Unglückszeit schlechte Sicht wegen dichten Nebels. Der Pilot befand sich im Landeanflug auf einen nahen Flughafen. Die US-Luftfahrtbehörde FAA und die Verkehrssicherheitsbehörde NTSB haben Ermittlungen aufgenommen.


Bildnachweis: © William Liang/AP/dpa
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