31. Januar 2025 / Aus aller Welt

Umfrage: Jeder Dritte nutzt Passwörter mehrfach

«Geheim», «123456» oder der Name und Geburtstag des Kindes - solche Passwörter bergen im Netz ein hohes Sicherheitsrisiko. Einer Umfrage zufolge sind viele Menschen bisher nicht gewissenhaft genug.

Nutzt man ein Passwort mehrfach, könnten Cyberkriminelle bei einem Datenleck Zugriff auf mehrere Konten bekommen. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 31. Januar 2025 um 13:52 Uhr

Beim Umgang mit Passwörtern sind viele Menschen in Deutschland immer noch nachlässig. Das geht aus einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom hervor. Ein Drittel der Befragten (33 Prozent) nutzt demnach dasselbe Passwort für verschiedene Dienste. Rund ein Viertel (23 Prozent) entscheide sich sogar bewusst für einfache Passwörter, um sie sich leichter merken zu können. Befragt wurden 1.021 Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland ab 16 Jahren.

Welche Passwörter bieten sich an?

Nutzt man ein Passwort mehrfach, steige das Risiko, dass Cyberkriminelle bei einem Datenleck gleich Zugriff auf mehrere Konten bekommen, so Bitkom. Vor allem für zentrale Dienste, wie etwa einem E-Mail-Account oder wenn Kontodaten hinterlegt seien, solle man unbedingt auf komplexe Passwörter setzen. Demnach bieten sich dafür Kombinationen aus verschiedenen Worten oder Silben mit ungewöhnlicher Groß- und Kleinschreibung an.

Überblick über alle eigenen Kennwörter verschaffen

Der «Ändere-Dein-Passwort-Tag» am 1. Februar sei eine gute Gelegenheit sich einen Überblick über die eigenen Kennwörter zu verschaffen und einfache oder mehrfach genutzte zu ersetzen, rät Bitkom-Sicherheitsexperte Felix Kuhlenkamp.

«Aber wer gute Passwörter wählt und sie wo immer möglich mit Zwei-Faktor-Authentifizierung kombiniert oder gleich Passkeys nutzt, der braucht keinen jährlichen Erinnerungs-Tag mehr, um seine Passwörter zu ändern. Das ist dann allenfalls noch nötig, falls es Hinweise auf Datenlecks gibt», sagt Kuhlenkamp.

Passkeys sind zufällig generierte Zeichenketten, die zum Einloggen in Webseiten genutzt werden. Sie nutzen biometrische Merkmale wie Fingerabdruck oder Gesichtsscan - etwa FaceID beim iPhone - und schützen auch vor Phishing-Attacken, mit denen Cyberkriminelle vergleichsweise einfach Passwörter erspähen können.


Bildnachweis: © Fabian Sommer/dpa/dpa-tmn
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