Werbeaffe Charly des schwäbischen Bekleidungsherstellers Trigema erhält eine digitale Frischzellenkur und wird neu bekleidet im Fernsehen zu sehen sein. Das computergenerierte Tier werde in neuen Outfits auftreten, sagte Wolfgang Grupp junior (33). Etwa in einem rosafarbenen Anzug oder in einem weißen Kapuzenpullover (Hoodie). Er bezeichnete die Neuauflage der Figur als «AI-Fashion-Influencer». Ab Mitte Oktober werde es einen neuen Spot kurz vor der «Tagesschau» im Ersten geben, zudem sei eine Kampagne in sozialen Medien geplant. «AI» steht im Englischen für «artificial intelligence» und bedeutet Künstliche Intelligenz. Nach Auskunft von Wolfgang Grupp senior (82) investiert das Unternehmen für drei bis vier Werbeclips vor der „Tagesschau“ - je nach Monat - zwischen 1,4 und 1,8 Millionen Euro. Trigema wirbt seit 1992 immer wieder mit einem Affen für Kleidung aus der schwäbischen Kleinstadt Burladingen im Zollernalbkreis. Zunächst war es ein echter Schimpanse, bekleidet mit Hemd, Krawatte und roter Brille. Nach Unternehmensangaben bekam er bei den Dreharbeiten Nüsse. Weil das Kauen wie eine Sprechbewegung aussah, erhielt das Tier über einen Sprecher eine menschliche Stimme. Werbeauftritte vor der ARD-„«Tagesschau» und bei anderen Sendern gab es regelmäßig zusammen mit dem ehemaligen Trigema-Chef Wolfgang Grupp senior. Da Trigema immer wieder auch von Tierschutzorganisationen für das Werben mit einem echten Affen kritisiert wurde, warb das Modeunternehmen ab 2018 mit einer animierten 3D-Version des Schimpansen. Nach eigenen Angaben wollte man so ein Zeichen für den Tierschutz setzen und sich auch für den Schutz von Schimpansen in freier Wildbahn einsetzen. Im November 2023 war bekanntgeworden, dass Wolfgang Grupp senior zum Jahresende seinen Chefposten an seine Tochter Bonita (34) und seinen Sohn Wolfgang Grupp junior abgeben würde. Seit dem 1. Januar 2024 stehen die Kinder als gleichberechtigte Partner an der Unternehmensspitze. Der Senior zog sich nach eigenen Angaben aus dem operativen Geschäft zurück - arbeitet aber bis heute in der Firma mit. Durch regelmäßige öffentliche Auftritte auch abseits von Werbespots ist Wolfgang Grupp senior bundesweit bekannt und gilt als einer der bekanntesten Kaufleute des Landes. Auf Bühnen inszenierte er sich immer wieder wortgewaltig als verantwortungsvoller Chef, der die Belange von Mitarbeiterinnen und Kunden – nach eigener Darstellung - stets im Blick hatte. Grupp und seine Kinder bekennen sich immer zum Standort Deutschland, was ein wichtiger Teil der Werbung war und ist. Früher war es ein echter Affe
Nächste Generation übernimmt die Firma
Bildnachweis: © picture alliance / Patrick Seeger/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Trigema-Affe bald neu gestylt im Fernsehen
Aus der deutschen TV-Werbung ist er kaum wegzudenken - der Schimpanse von Trigema. Bald kehrt er in aufgehübschter Version auf die Bildschirme zurück.
Meistgelesene Artikel
Nina Chuba, SDP und Sommerhitze: Das müssen Besucher des Kessel Festivals 2026 auf dem Cannstatter Wasen wissen.
Elvis trifft Hämmerle: Jubiläumsshow im Friedrichsbau Varieté voller Rock’n’Roll, Comedy & Überraschungen. Zeitreise garantiert!
- 21. Juni 2026
FOREIGNER auf dem Killesberg: Das müssen Besucher wissen
Foreigner rocken am 23.6. den Killesberg. Alle Infos zu geänderten Zeiten, Anreise, Einlass und Sicherheit im Überblick.
Neueste Artikel
- 13. Juli 2026
Social-Media-Verbot? Was Experten von der Leyen raten
Ab wann ist man alt genug für TikTok, Snapchat und Co.? Experten sollten für die EU-Kommission klären, ob es ein Social-Media-Verbot braucht. Ihre Antworten sind auch für die deutsche Debatte wichtig.
- 13. Juli 2026
Weiterer Ebola-Patient in Deutschland - Zustand stabil
Wieder hat sich ein US-Mediziner im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Die behandelnde Klinik gibt nur wenige Informationen zu dem Fall.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 13. Juli 2026
Social-Media-Verbot? Was Experten von der Leyen raten
Ab wann ist man alt genug für TikTok, Snapchat und Co.? Experten sollten für die EU-Kommission klären, ob es ein Social-Media-Verbot braucht. Ihre Antworten sind auch für die deutsche Debatte wichtig.
- 13. Juli 2026
Weiterer Ebola-Patient in Deutschland - Zustand stabil
Wieder hat sich ein US-Mediziner im Kongo mit dem gefährlichen Ebola-Virus angesteckt, wieder geht es zur Behandlung nach Deutschland. Die behandelnde Klinik gibt nur wenige Informationen zu dem Fall.

