16. Oktober 2025 / Aus aller Welt

Teilnehmer an Mount-Everest-Expedition von 1953 gestorben

Mit Kiefern half Kancha Sherpa, den Weg zum höchsten Gipfel der Erde zu ebnen. Der nepalesische Bergsteiger unterstützte einst Edmund Hillary und Tenzing Norgay.

Kanchha Sherpa war der letzte Überlebende der Everest-Expedition 1953 um Edmund Hillary und Tenzing Norgay. Der 92-Jährige starb nach Angaben seiner Familie zu Hause in Kathmandu. (Archivb...
Veröffentlicht am 16. Oktober 2025 um 17:55 Uhr

Der letzte überlebende Teilnehmer der historischen Mount-Everest-Expedition von 1953, Kancha Sherpa, ist tot. Der Nepalese wurde 92 Jahre alt. 72 Jahre nach der Erstbesteigung des höchsten Bergs der Erde starb Sherpa nach Angaben seiner Familie zu Hause in Kathmandu. 

Er habe zuletzt Probleme im Rachenraum gehabt, ansonsten habe er bis zu seinem Tod keine größeren Gesundheitsprobleme für eine Person seines Alters gehabt, sagte sein Enkel Tenzing Chogyal Sherpa der Deutschen Presse-Agentur in der Hauptstadt Nepals.

Als Erstbesteiger des Everest gelten der Neuseeländer Edmund Hillary und der Nepalese Tenzing Norgay, die am 29. Mai 1953 den Gipfel erreichten. Kancha Sherpa war einer von 103 Sherpas, die die britische Expedition damals auf dem Weg zur Spitze des 8.849 Meter hohen Bergs unterstützten. 

«Großer Verlust für die Bergsteiger-Gemeinde»

Sein Tod sei ein großer Verlust für die Bergsteiger-Gemeinde Nepals, schrieb der Vorsitzende des nepalesischen Bergsteiger-Verbands, Fur Gelje Sherpa, in den sozialen Medien. «Sein Beitrag für das Bergsteigen und den Tourismus sind unschätzbar, und er half, Nepal weltweit bekannt zu machen.»

Kancha Sherpa wurde 1932 in Namche Bazaar in der Khumbu-Region in Nepal geboren. Sein Leben als Bergsteiger begann er im späten Teenager-Alter, nachdem er sein Zuhause verlassen hatte und auf der Suche nach Arbeit in die indische Stadt Darjeeling an der Grenze zu Nepal gekommen war. Dort traf er auf Tenzing Norgay, der ihm half, an der Everest-Expedition teilzunehmen. 

Holzbrücke aus Kiefern

In einem Interview der staatlichen nepalesischen Nachrichtenagentur RSS erzählte Kancha Sherpa einmal, dass das Team Kiefern aus Namche benutzt habe, um eine Holzbrücke im berüchtigten Khumbu-Eisbruch am Mount Everest zu errichten, bevor Hillary und Tenzing den letzten Anlauf zum Gipfel unternommen hätten. Der Khumbu-Eisbruch gilt wegen seiner Eisstürme und Gletscherspalten oberhalb des Basislagers (5.364 Meter) als eine der gefährlichsten Passagen auf nepalesisches Seite des Bergs.

Seit der Erstbesteigung hat der Bergsteiger-Tourismus stark zugenommen. Jedes Jahr zieht es Hunderte Kletterer aus aller Welt auf den Gipfel des Mount Everest - einige von ihnen bezahlen das gefährliche Abenteuer mit ihrem Leben.


Bildnachweis: © Niranjan Shrestha/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

B 10 Richtung Stuttgart ab 15. August voll gesperrt – Umleitungen über Zuffenhausen
Mobilität & Verkehr

Vom 15. bis 31. August wird die B 10 Richtung Stuttgart voll gesperrt. Autofahrer müssen sich auf Umleitungen und Behinderungen einstellen.

weiterlesen...
Auto rast durch Fußgängerzone - Minister spricht von Unfall
Aus aller Welt

Umgestürzte Stühle, Kinderspielzeug auf der Straße: Eine Spur der Verwüstung hat ein Autofahrer im nordhessischen Hofgeismar hinterlassen. Es gibt mehrere Verletzte. Was bislang bekannt ist.

weiterlesen...
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...

Neueste Artikel

Berichte: Drei Tote nach Gebäudeeinsturz in Neu-Delhi
Aus aller Welt

Rettungskräfte suchen weiter nach Verschütteten in Neu-Delhi. Das Gebäude diente als Studentenunterkunft.

weiterlesen...
20 Verletzte bei Unfall mit Reisebus auf der A3
Aus aller Welt

Auf der Autobahn 3 bei Wörth an der Donau kommt es zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen - darunter ein Reisebus.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Berichte: Drei Tote nach Gebäudeeinsturz in Neu-Delhi
Aus aller Welt

Rettungskräfte suchen weiter nach Verschütteten in Neu-Delhi. Das Gebäude diente als Studentenunterkunft.

weiterlesen...
20 Verletzte bei Unfall mit Reisebus auf der A3
Aus aller Welt

Auf der Autobahn 3 bei Wörth an der Donau kommt es zu einem Unfall mit mehreren Fahrzeugen - darunter ein Reisebus.

weiterlesen...