13. Januar 2025 / Aus aller Welt

Schwerlastrakete «New Glenn» startet doch nicht

Elon Musks Firma SpaceX dominiert kommerzielle Flüge ins All, nun will Blue Origin von Jeff Bezos nachlegen. Beim geplanten Testflug gibt es aber Verzögerungen - und schließlich einen Abbruch.

Die Rakete «New Glenn» ist rund 100 Meter hoch. Sie ist nach John Glenn benannt, dem ersten US-amerikanischen Astronauten in einer Erdumlaufbahn.
Veröffentlicht am 13. Januar 2025 um 09:18 Uhr

Der für Montag vorgesehene Testflug der Rakete «New Glenn» ist zunächst mehrfach um etliche Minuten verschoben und schließlich ganz abgesagt worden. Der Startversuch werde abgebrochen, um ein Problem mit einem Teilsystem beheben zu können, hieß es vom Weltraumunternehmen Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos. Die Klärung werde länger dauern als das verfügbare Startfenster von drei Stunden. «Wir prüfen die Möglichkeiten für unseren nächsten Startversuch.»

Die rund 100 Meter hohe Rakete hatte vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida abheben, die Trägerrakete im Verlauf des Testflugs im Atlantik auf einem Schiff landen sollen. Ein neuer potenzieller Starttermin wurde zunächst nicht genannt. Wegen ungünstiger Bedingungen war der Testflug bereits zuvor mehrfach tageweise verschoben worden. 

Kommunikation testen

An Bord hat die zweistufige Schwerlastrakete einen Prototyp des Raumfahrzeugs «Blue Ring», das später Satelliten ins All bringen soll. Unter anderem sollte bei dem Flug die Kommunikationsfähigkeit von «Blue Ring» von Ingenieuren auf der Erde getestet werden. 

Nach eigenen Angaben arbeitet Blue Origin bereits seit mehr als einem Jahrzehnt an der Entwicklung der teilweise wiederverwendbaren Rakete, die etwa 45 Tonnen Material in die niedrige Erdumlaufbahn transportieren kann. Auch Astronauten sollen damit künftig Missionen absolvieren.

In Zukunft will Blue Origin dem Unternehmen SpaceX Konkurrenz machen, das aktuell die kommerzielle Raumfahrt dominiert. Die Raumfahrtfirma von Tech-Milliardär Elon Musk fliegt vor allem mit seiner «Falcon Heavy»-Rakete schon seit Jahren für die US-Raumfahrtbehörde Nasa und andere Auftraggeber.


Bildnachweis: © -/Blue Origin/dpa
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