11. Oktober 2024 / Aus aller Welt

Vorfall in Krefeld: Was wir wissen – und was nicht

Im Foyer eines Kinos in Krefeld schießt die Polizei auf einen Verdächtigen. Es gibt neue Erkenntnisse der Polizei.

Die Polizei hat einen Verdächtigen in Krefeld niedergeschossen.
Veröffentlicht am 11. Oktober 2024 um 16:43 Uhr

Polizeieinsatz in Krefeld: Die Polizei schießt einen Verdächtigen nieder, er wird verletzt. Was ist passiert?

Was wir wissen

  • Kein Anschlagsversuch: Am Freitagmorgen hat die Polizei bekanntgegeben, dass es keine Hinweise auf einen terroristischen Anschlag gibt. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) stuft die Tat als versuchten Mord ein.
  • Der Verdächtige: Die Polizei hat einen 38-jährigen Mann niedergeschossen und schwer verletzt. Die Polizei geht von einem Einzeltäter aus. Es handelt sich laut NRW-Flüchtlingsminsterium um einen Iraner, der 2002 erstmals nach Deutschland eingereist und hier geduldet ist. Nach dpa-Informationen war der Mann den Sicherheitsbehörden nicht als Extremist bekannt. Nach Angaben von Reul ist der Mann schon in der Vergangenheit auffällig geworden, es gebe Hinweise auf eine psychische Erkrankung.
  • Der Ablauf: Der Mann legte nach Polizeiangaben drei Brände im Krefelder Stadtteil Cracau. Demnach brannten innerhalb kürzester Zeit ein geparktes Fahrzeug, seine eigene Wohnung, und ein Bürogebäude in Bahnhofsnähe. Kurz darauf wurde der Verdächtige im Foyer eines Kinos nahe dem Hauptbahnhof niedergeschossen, als er versucht haben soll, dort einen weiteren Brand zu legen - laut Polizei hatte er eine brennbare Flüssigkeit bei sich. 
  • Die Gefahr: Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hat der Mann keine Menschen verletzt. Die Polizei ging bereits kurz nach seiner Festnahme davon aus, dass keine weitere Gefahr für die Bevölkerung mehr besteht. Auch bei den drei Bränden wurde niemand verletzt. In dem Kinokomplex befanden sich zum Tatzeitpunkt etwa 150 Menschen.
  • Die Ermittler und der Tatort: Der Bereich um das Kino, das sich am Hauptbahnhof befindet, wurde weiträumig abgesperrt. Die Kriminalpolizei übernahm die weiteren Ermittlungen.

Was wir nicht wissen

  • Das Motiv: Es gibt noch keine Angaben zu den Hintergründen der Tat. Die genaue Motivlage des Mannes sei noch unklar und Teil der Ermittlungen, hieß es.
  • Ob der Mann bewaffnet war, ist bisher nicht bekannt. 
  • Unklar ist, ob der Mann schon vernehmungsfähig ist. 

Bildnachweis: © Christoph Reichwein/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Faschingsumzug bringt Ausnahmezustand in Stuttgarts Innenstadt
Veranstaltungen

Umzug, Guggenmusik und Sperrungen: Am Faschingsdienstag wird es bunt – mit großen Verkehrsänderungen in der Innenstadt.

weiterlesen...
Rheinischer Ausnahmezustand im Mash: Stuttgart feiert Kölsche Karnevalsnacht
Veranstaltungen

Die Rheingeschmeckten verwandeln Stuttgart in Köln: volles Haus, Raketenstimmung und jecke Fusion aus Karneval & Fasnet bis zum Morgengrauen.

weiterlesen...
Narrische Koalition zerbricht: Prinzenpaar trennt sich vom Möbelwagen
Veranstaltungen

Karnevalskrise in Stuttgart: Prinzenpaar und Möbelwagen gehen getrennte Wege – und hinterlassen ein Trümmerfeld aus Glitzer und Diplomatie.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Landtagswahl am 8. März: Landeswahlleiterin ruft zur Stimmabgabe auf
Politik Regional

Am 8. März wählt Baden-Württemberg einen neuen Landtag. Die Landeswahlleiterin wirbt für eine hohe Beteiligung

weiterlesen...
Stuttgart startet Bauturbo für schnelleren Wohnungsbau
Stuttgart - Online

Mit dem Bauturbo beschleunigt Stuttgart Wohnbauprojekte. Rund 20 Anfragen werden bereits geprüft – weitere könnten folgen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Wahlkampf in Paris - Millionen Ratten sorgen für Streit
Aus aller Welt

Kandidaten versprechen Sauberkeit, Bürger melden Ratten per App – doch Paris bleibt von Millionen Nagern geplagt. Wie die Stadt im Wahlkampf um Lösungen ringt.

weiterlesen...
Wer wird «Miss Germany»?
Aus aller Welt

Neun Frauen wollen «Miss Germany» werden. Mit einem Schönheitswettbewerb soll das Ganze nichts mehr zu tun haben. Im Finale stehen Unternehmerinnen, eine Biologin und eine Bundeswehr-Offizierin.

weiterlesen...