18. September 2024 / Aus aller Welt

Pariser Metro wird für viele Touristen teurer

Die Pariser Verkehrsbetriebe vereinfachen ihre Tarife radikal. Fahrten aus dem Umland in die Hauptstadt werden preiswerter. Touristen aber müssen teils mehr zahlen.

Die Verkehrsbetriebe im Großraum Paris lichten den Tarifdschungel radikal: Während Vorortbewohner weniger zahlen müssen, wird es für Touristen mitunter teurer. (Archivbild)
Veröffentlicht am 18. September 2024 um 17:29 Uhr

Touristen in Paris müssen sich auf teils teurere Fahrkarten für die Metro und den Nahverkehr einstellen. Die Verkehrsbetriebe im Großraum Paris lichten ab Anfang kommenden Jahres ihren Tarifdschungel. Dabei werden einige von Touristen viel genutzte Tickets teurer.

Deutlich preiswerter wird es allerdings häufig für Bewohner der Vororte. Sie sollen mit niedrigeren Ticketpreisen zum Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr bewegt werden, wie die Präsidentin der für den Nahverkehr zuständigen Hauptstadtregion Île-de-France, Valérie Pécresse, der Zeitung «Le Parisien» sagte. «Die Einzigen, die wir mehr zahlen lassen, sind die Touristen, weil die Tickets zum Flughafen und das Ticket Paris Visite teurer werden», sagte Pécresse.

Für den Transfer zwischen den Flughäfen und der Innenstadt greift künftig ein Einheitstarif von 13 Euro, unabhängig davon, ob man einen der Busse oder die Metro nutzt. Die preiswerteste Variante kostet bislang nach Angaben der Verkehrsbetriebe 10,30 Euro. 

Die für Besucher gedachten Tages- oder Mehrtageskarten gibt es künftig nur noch für den Großraum Paris, und nicht mehr in einer günstigeren Variante beschränkt auf das Pariser Stadtgebiet. Einen Tag gab es bisher auf das Citygebiet beschränkt für 13,95 Euro. Künftig kostet ein Tag 29,90 Euro, berechtigt dann aber zur Fahrt im gesamten Großraum einschließlich der Flughäfen.

Auch der Preis für ein Einzelticket steigt von 2,15 Euro auf 2,50 Euro. Allerdings ist damit anders als bisher auch die Fahrt ins Umland möglich, beispielsweise für einen Besuch von Schloss Versailles.


Bildnachweis: © Marcus Brandt/dpa
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