25. November 2025 / Aus aller Welt

Nigeria: 24 verschleppte Mädchen wieder in Freiheit

Mehrere Massenentführungen haben in der vergangenen Woche das westafrikanische Land erschüttert. Nun konnten 24 Mädchen befreit werden. Mehr als 250 Kinder sind jedoch weiterhin in Gefangenschaft.

Viele Kinder bleiben weiterhin in Gefangenschaft. (Archivbild)
Veröffentlicht am 25. November 2025 um 22:42 Uhr

Nach den Massenentführungen im westafrikanischen Nigeria sind 24 verschleppte Mädchen befreit worden. Die Schülerinnen seien wohlauf, teilte der nigerianische Präsidentensprecher Bayo Onanuga mit. Die Freilassung sei mit friedlichen Mitteln erreicht worden, um keine Leben zu gefährden, sagte er weiter. Details nannte er nicht. Präsident Bola Tinubu kündigte unterdessen an, mehr Soldaten in die gefährdeten Gebiete entsenden zu wollen, um weitere Entführungen zu verhindern. 

Die Schülerinnen waren am 17. November aus einer staatlichen Mädchenschule in Maga im Bundesstaat Kebbi entführt worden. 

Gleich mehrere Massenentführungen

In der vergangenen Woche war es in Nigeria zu mehreren Massenentführungen gekommen. Im Bundesstaat Niger, in der Ortschaft Papiri, waren 303 Schülerinnen und Schüler mitsamt zwölf Lehrkräften aus einer katholischen Schule entführt worden. Im Bundesstaat Kwara, in der Ortschaft Eruku, wurden zudem 38 Gläubige aus einer Kirche verschleppt. Während die Gläubigen in der Zwischenzeit freigelassen wurden, ist ein Großteil der verschleppten Kinder aus Papiri noch in Gefangenschaft. 50 Mädchen hatten fliehen können.

Als Reaktion auf die Entführungswelle hatten 10 von 19 Bundesstaaten im Norden des Landes ihre Schulen aus Sicherheitsgründen geschlossen. Bislang hat sich niemand offiziell zu den Entführungen bekannt. 

In Nigeria ist es in den letzten Jahren immer wieder zu Massenentführungen gekommen, insbesondere von Schulkindern. Die meisten Entführungen werden von dschihadistischen Gruppen wie Boko Haram oder bewaffneten Banden verübt, um politische Forderungen zu stellen oder Lösegeld zu erpressen.


Bildnachweis: © Sunday Alamba/AP/dpa
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