24. Januar 2026 / Aus aller Welt

Menschliche Überreste nach Erdrutsch in Neuseeland entdeckt

Nach dem Erdrutsch am Mount Maunganui suchen Helfer nicht mehr nach Überlebenden. Es geht inzwischen darum, Leichen zu bergen. Eines der Opfer kommt aus dem Ausland.

Unglück auf Campingplatz: Sechs Menschen wurden laut Polizeiangaben unter den Schlammmassen verschüttet.
Veröffentlicht am 24. Januar 2026 um 16:13 Uhr

Einsatzteams haben nach dem folgenschweren Erdrutsch auf einem Campingplatz am Mount Maunganui in Neuseeland menschliche Überreste entdeckt. Die Identifizierung laufe nun, wie lange sie dauern werde, sei aber unklar, teilte die Polizei mit. Inzwischen handele es sich nicht mehr um eine Rettungs-, sondern um eine reine Bergungsaktion. Man gehe nicht davon aus, Überlebende zu finden. 

«Wir haben die Familien heute Morgen über diese Nachricht informiert und werden sie weiterhin umfassend unterstützen», erklärte der örtliche Polizeichef Tim Anderson. Die sechs Opfer seien zwischen 15 und 71 Jahre alt. Fünf von ihnen seien Neuseeländer, eine 20 Jahre alte Person stamme aus Schweden. 

Zeugen berichteten von Hilfeschreien

Der Erdrutsch hatte am Donnerstagmorgen (Ortszeit) Teile des bekannten Campingareals zerstört und Zelte unter Schlamm begraben. Vorausgegangen waren Rekordniederschläge. In der Region fiel innerhalb von zwölf Stunden so viel Regen wie sonst in zweieinhalb Monaten – der höchste Tageswert seit Beginn der Aufzeichnungen. 

Warum der Campingplatz trotz der Sturzfluten und des aufgeweichten Bodens nicht vorsichtshalber geräumt wurde, wird derzeit untersucht. Augenzeugen berichteten nach dem Unglück, dass aus einem Toilettenblock Hilfeschreie zu hören gewesen seien. Nach etwa 15 Minuten seien die Stimmen verstummt. 

Der Badeort Mount Maunganui liegt auf einer Halbinsel und ist bekannt für seine atemberaubende Natur, herrlichen Strände und einen markanten erloschenen Vulkan. Das Gebiet liegt in der Region Bay of Plenty auf der Nordinsel Neuseelands.


Bildnachweis: © Corey Fleming/Pool New Zealand Herald/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

31-Jährige tot in Wohnung gefunden – Bekannter in Haft
Aus den Stadtteilen

Nach Vermisstenmeldung findet Polizei in Stuttgart-Nord eine 31-Jährige tot in Wohnung. Ein 32-jähriger Bekannter sitzt in Haft.

weiterlesen...
Kölsche Frohsinn als Exportschlager jetzt auch in Stuttgart angekommen.
Veranstaltungen

„Kölsche Lebenslust erobert Stuttgart: 600 Narren, Mitsing-Karneval und Kölsch satt – das Mash wird zur Altstadtkneipe.“

weiterlesen...
25 Jahre Stuttgart PRIDE: Starkes Zeichen für Vielfalt beim CSD-Neujahrsempfang
Inside Kulturblog

Stuttgart PRIDE feiert 25 Jahre IG CSD e.V., stellt das Motto 2026 vor und setzt ein klares Zeichen für Zusammenhalt und Vielfalt.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Studie: Klimawandel könnte Weideflächen bis 2100 halbieren
Aus aller Welt

Rund ein Drittel der Landoberfläche ist Weideland - etwa für Rinder, Schafe oder Ziegen. Doch mit dem Klimawandel könnte sich das bis zum Jahr 2100 drastisch ändern. Besonders betroffen wäre Afrika.

weiterlesen...
Dobrindt und Prien stellen Studie zu Gewalt vor
Aus aller Welt

Die Bundesregierung veröffentlicht eine Studie, die Gewalt in verschiedenen Lebensbereichen beleuchtet – und dabei nicht nur Frauen in den Fokus rückt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Studie: Klimawandel könnte Weideflächen bis 2100 halbieren
Aus aller Welt

Rund ein Drittel der Landoberfläche ist Weideland - etwa für Rinder, Schafe oder Ziegen. Doch mit dem Klimawandel könnte sich das bis zum Jahr 2100 drastisch ändern. Besonders betroffen wäre Afrika.

weiterlesen...
Dobrindt und Prien stellen Studie zu Gewalt vor
Aus aller Welt

Die Bundesregierung veröffentlicht eine Studie, die Gewalt in verschiedenen Lebensbereichen beleuchtet – und dabei nicht nur Frauen in den Fokus rückt.

weiterlesen...