22. Juli 2025 / Aus aller Welt

Mehr als 150 sexuell ausgebeutete Frauen in Spanien befreit

In Europa werden immer noch Frauen versklavt und zur Prostitution gezwungen. Die spanische Polizei legt Dutzenden Menschenhändlern das Handwerk, die vor allem in Urlaubsregionen ihr Unwesen trieben.

Im 21. Jahrhundert gibt es in Europa immer noch Zwangsprostitution und Menschenhandel. (Symbolfoto)
Veröffentlicht am 22. Juli 2025 um 12:50 Uhr

Großer Schlag gegen Zwangsprostitution in Spanien: Bei einer breit angelegten Aktion der Polizei gegen eine mutmaßliche Bande von Menschenhändlern sind in verschiedenen Regionen 162 sexuell ausgebeutete Frauen befreit worden. 37 Menschen seien festgenommen worden, teilte die spanische Nationalpolizei weiter mit. Für neun dieser Verdächtigen sei Untersuchungshaft angeordnet worden.

Die meisten Opfer stammen den amtlichen Angaben zufolge aus Südamerika. In Urlaubsregionen wie Valencia, Alicante, Málaga und Murcia soll die sehr gut organisierte Bande Wohnungen und Geschäftslokale in «Massagesalons» umgewandelt und dort die Frauen rund um die Uhr überwacht und zur Prostitution gezwungen haben. Die Opfer lebten in katastrophalen Zuständen, hatten kaum Freiheiten und mussten einen Großteil ihrer Einnahmen abgeben.

Opfer wurden oft eingeschlossen und rund um die Uhr überwacht

Die Frauen seien sowohl direkt in ihren Herkunftsländern als auch in Spanien angeworben worden. Die meisten lebten in Not und verfügten in Spanien weder über Aufenthalts- noch Arbeitserlaubnis. In den Bordellen «schliefen sie dicht gedrängt in Etagenbetten oder direkt in demselben Bett, in dem sie auch die Kunden empfingen». Die Räume seien größtenteils verschlossen gewesen.

Bei 39 Durchsuchungen wurden unter anderem 141.000 Euro in bar und drei Fahrzeuge sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an. Es geht laut Polizei auch um Geldwäschevorwürfe. Mehr als 60 Bankkonten und zahlreiche Vermögenswerte seien eingefroren worden, hieß es.


Bildnachweis: © Jan Woitas/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Hochdorfer Hopfenfest 2026: Zwei Tage Brauereifest mit Musik, Genuss und Familienprogramm
Veranstaltungen

Livemusik, Bierspezialitäten, Kinderprogramm und Fassanstich: Das Hochdorfer Hopfenfest lädt am 8. und 9. August zum Feiern ein.

weiterlesen...
Gigant am Himmel: Antonov An-124 transportiert 80-Tonnen-Rotor von Stuttgart nach Malaysia
Stuttgart - Online

Spektakulärer Einsatz am Flughafen Stuttgart: Eine Antonov An-124 brachte einen 80 Tonnen schweren Generator-Rotor zurück nach Malaysia.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Brand im Hohen Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Aus aller Welt

Monschau bereitet sich auf die mögliche Evakuierung wegen eines Waldbrandes auf belgischer Seite vor. Die deutsche Stadt in Grenznähe plant Notunterkünfte. Im Hürtgenwald entspannt sich die Lage.

weiterlesen...
Hitzeschlacht im Techno-Takt: Parade gegen Terrorangst
Aus aller Welt

Vor drei Wochen endet der CSD in Berlin in einer Tragödie. Nun steigt die nächste Mega-Party - unter massivem Polizeischutz. Die Stimmung ist ausgelassen, es gibt aber auch einen stillen Moment.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Brand im Hohen Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Aus aller Welt

Monschau bereitet sich auf die mögliche Evakuierung wegen eines Waldbrandes auf belgischer Seite vor. Die deutsche Stadt in Grenznähe plant Notunterkünfte. Im Hürtgenwald entspannt sich die Lage.

weiterlesen...
Hitzeschlacht im Techno-Takt: Parade gegen Terrorangst
Aus aller Welt

Vor drei Wochen endet der CSD in Berlin in einer Tragödie. Nun steigt die nächste Mega-Party - unter massivem Polizeischutz. Die Stimmung ist ausgelassen, es gibt aber auch einen stillen Moment.

weiterlesen...