3. Januar 2025 / Aus aller Welt

Mauer am Unglücksflughafen in Südkorea beschäftigt Ermittler

Mit 181 Menschen an Bord krachte Flug 7C2216 am Ende der Landebahn in eine Betonmauer. War deren Bauweise ein unnötiges Sicherheitsrisiko? Ermittler prüfen dies - und suchen noch andere Beweise.

Die Ermittler wollen mehr Beweise rund um das Flugzeugunglück sichern.
Veröffentlicht am 3. Januar 2025 um 05:03 Uhr

Nach dem tödlichen Flugzeugunglück im südkoreanischen Muan beschäftigen sich die Ermittler mit Sicherheitsrisiken durch die Mauer am Ende der Landebahn. Wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, durchsuchten Polizisten den zweiten Tag in Folge die Büros des Flughafens im Südwesten des Landes. Im Raum steht der Verdacht fahrlässigen Handelns mit Todesfolge. Die Ermittler wollen den Angaben zufolge Hinweise sammeln, ob die Betonmauer in dieser Form den üblichen Sicherheitsregeln entsprach.

Die Mauer fasste ein auf ihr installiertes Antennensystem ein, das Piloten bei der Landung unterstützt. Experten stellten schon kurz nach dem Aufprall der Boeing 737-800 der südkoreanischen Billigfluglinie Jeju Air am vergangenen Sonntag die Sinnhaftigkeit der Konstruktion infrage. Sie sei eigentlich nicht notwendig gewesen und habe die Katastrophe womöglich überhaupt erst herbeigeführt, weil das Flugzeug ansonsten vielleicht nicht zerschellt und in einem Feuerball aufgegangen wäre. 

Ermittlungen auch zu Funkaustausch

Dem Yonhap-Bericht zufolge suchten die Ermittler auch nach Aufzeichnungen über den Funkverkehr zwischen dem Tower und den Piloten des aus Bangkok kommenden Flugzeugs sowie über dessen vorherige Wartung. Die Maschine mit 181 Insassen an Bord war ohne ausgeklapptes Fahrwerk gelandet, über die Fahrbahn geschlittert und durch den harten Aufprall gegen die Mauer komplett zerstört worden. Nur zwei Crew-Mitglieder überlebten. An Bord befanden sich abgesehen von zwei Thailändern ausschließlich Koreaner.

Als Unglücksursache ist eine Kollision mit Vögeln wahrscheinlich, die zur Fehlfunktion des Fahrwerks geführt haben könnte. Die Ermittler untersuchen derzeit die Aufzeichnungen des Stimmenrecorders aus dem Cockpit. Der Flugdatenschreiber soll zur Auswertung in die USA gebracht werden.


Bildnachweis: © Uncredited/YNA/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Aus aller Welt

Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?

weiterlesen...
Hochdorfer Hopfenfest 2026: Zwei Tage Brauereifest mit Musik, Genuss und Familienprogramm
Veranstaltungen

Livemusik, Bierspezialitäten, Kinderprogramm und Fassanstich: Das Hochdorfer Hopfenfest lädt am 8. und 9. August zum Feiern ein.

weiterlesen...
Gigant am Himmel: Antonov An-124 transportiert 80-Tonnen-Rotor von Stuttgart nach Malaysia
Stuttgart - Online

Spektakulärer Einsatz am Flughafen Stuttgart: Eine Antonov An-124 brachte einen 80 Tonnen schweren Generator-Rotor zurück nach Malaysia.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Flammen rücken auf Monschau zu – Evakuierung in der Eifel
Aus aller Welt

Feuerschein am Horizont, Wiesen werden mit Wasser getränkt – Monschau kämpft gegen das nahende Inferno. Was die Einsatzkräfte jetzt unternehmen, um die Häuser zu schützen.

weiterlesen...
Waldbrand im Westerwald: Feuerwehr verhindert Übergreifen
Aus aller Welt

Die Flammen rücken bis auf 20 Meter an Häuser heran, doch diese können gerettet werden. Damit ist der Einsatz in Gebhardshain noch längst nicht beendet.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Flammen rücken auf Monschau zu – Evakuierung in der Eifel
Aus aller Welt

Feuerschein am Horizont, Wiesen werden mit Wasser getränkt – Monschau kämpft gegen das nahende Inferno. Was die Einsatzkräfte jetzt unternehmen, um die Häuser zu schützen.

weiterlesen...
Waldbrand im Westerwald: Feuerwehr verhindert Übergreifen
Aus aller Welt

Die Flammen rücken bis auf 20 Meter an Häuser heran, doch diese können gerettet werden. Damit ist der Einsatz in Gebhardshain noch längst nicht beendet.

weiterlesen...