3. September 2025 / Aus aller Welt

Matthew Perrys Tod – Drogenlieferantin räumt Schuld ein

Vor zwei Jahren wurde «Friends»-Star Matthew Perry mit einem Narkosemittel in seinem Blut tot aufgefunden. Eine Drogenlieferantin hat sich nun schuldig bekannt, ihn mit Ketamin versorgt zu haben.

Perry wurde am 28. Oktober 2023 tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden. (Archivbild)
Veröffentlicht am 3. September 2025 um 20:13 Uhr

Im Zusammenhang mit dem Tod von «Friends»-Star Matthew Perry hat eine Drogenlieferantin vor Gericht in Kalifornien ihre Schuld eingeräumt. Die als «Ketamin-Königin» bekannte Frau plädierte in fünf Anklagepunkten auf schuldig, wie US-Medien berichteten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte die 42-Jährige unter anderem die Dosis des Narkosemittels Ketamin geliefert, die im Oktober 2023 zum Tod des Schauspielers führte. 

Der Frau droht eine Höchststrafe von 65 Jahren Gefängnis. Das Strafmaß soll im Dezember verkündet werden. Die Drogenlieferantin war im August 2024 festgenommen worden und hatte zunächst auf «nicht schuldig» plädiert. Im Gegenzug für ihr Schuldbekenntnis ließ die Staatsanwaltschaft einige Anklagepunkte sowie einen Prozess fallen.

Neben der Drogenlieferantin waren nach Perrys Tod auch zwei Ärzte, ein Assistent und ein Bekannter des Schauspielers festgenommen worden. Diese vier haben bereits eingeräumt, Perry mit Ketamin versorgt zu haben. Die Strafen sollen in den kommenden Monaten verhängt werden. 

Tod im Whirlpool

Perry (54) wurde am 28. Oktober 2023 tot im Whirlpool seines Hauses in Los Angeles gefunden. Zuvor sprach der Schauspieler wiederholt öffentlich über seinen Kampf gegen Suchterkrankungen. Berichten zufolge hatte er sich wegen Depressionen und Angstzuständen einer Ketamin-Therapie unter ärztlicher Aufsicht unterzogen. Zusätzlich soll er sich das Mittel auf dem Schwarzmarkt besorgt haben. 

Ketamin ist ein seit Jahrzehnten bewährtes Narkosemittel. Ebenso können Menschen mit therapieresistenten Depressionen unter bestimmten Voraussetzungen mit Ketamin behandelt werden. Manche Partygänger nutzen das Mittel auch als illegale Clubdroge.


Bildnachweis: © Brian Ach/AP/dpa
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