Die litauische Fluggesellschaft Avion Express hat eine interne Prüfung zu einem Mann eingeleitet, der womöglich ohne ausreichende Berufsqualifikation als Kapitän für die Charterairline geflogen ist. «Wir können bestätigen, dass die betreffende Person ein ehemaliger Pilot ist, der für unser Unternehmen tätig war», teilte eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Presse-Agentur mit. Demnach seien der Firma mit Sitz in Vilnius kürzlich «nicht verifizierte Informationen über seine Berufserfahrung» bekannt geworden. Zuvor hatte das Branchenportal «Aerotelegraph» über den Fall berichtet. Nach Angaben der Sprecherin könne Avion Express wegen der laufenden Untersuchungen derzeit keine konkreten Einzelheiten bestätigen oder erläutern. Zugleich betonte sie, dass die Einstellungsverfahren der 2005 gegründeten litauischen Wet-Lease-Airline sämtlichen Luftfahrtvorschriften entsprächen. «Sicherheit und die Einhaltung von rechtlichen Bestimmungen haben für uns weiterhin höchste Priorität», sagte sie. «Aerotelegraph» hatte zuvor gemeldet, dass der Mann mindestens im vergangenen Sommer für Avion Express als Kapitän tätig gewesen sein soll, ohne die nötige Qualifikation dafür zu besitzen. Demnach soll er zuvor lediglich als Kopilot im Cockpit gesessen haben und seine Unterlagen so gefälscht haben, dass er bei der Charterfluggesellschaft als Kapitän fliegen durfte. Avion Express betreibt eine überwiegend aus Airbus A320 bestehende Flotte von Flugzeugen, die sie im Zuge von sogenannten Wet-Lease-Verfahren samt Besatzung an andere Fluggesellschaften vermietet. Dem «Aerotelegraph»-Bericht zufolge soll auch Eurowings zu den Kunden gehört haben. «Wir haben das Thema mit unseren Sicherheitsexperten zur genaueren Prüfung aufgenommen. Derzeit liegen uns keine weiterführenden Details vor», zitierte das Branchenportal einen Eurowings-Sprecher.
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Mann soll als falscher Kapitän geflogen sein
Die Vorwürfe sind brisant: Ein Pilot soll Angaben zu seiner beruflichen Laufbahn manipuliert haben und als falscher Kapitän geflogen sein. Die Fluggesellschaft untersucht nun den Vorfall.
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