13. August 2025 / Aus aller Welt

Kosmisches Spektakel: Perseiden über Deutschland

Viele Wünsche frei: Hunderte Sternschnuppen aus dem Meteorschauer der Perseiden sind in der Nacht auf Mittwoch an unserem Himmel verglüht.

Hunderte Sternschnuppen sind in der Nacht auf Mittwoch an unserem Himmel verglüht.
Veröffentlicht am 13. August 2025 um 04:36 Uhr

Der Sternschnuppen-Strom der Perseiden hat heute Nacht seinen Höhepunkt erreicht: Bis zu 60 Meteore pro Stunde sollte man theoretisch entdecken können, manche Schätzungen gehen sogar von bis zu 100 aus. 

Allerdings erschwerte ein Störfaktor das Erspähen: das helle Licht des noch fast vollen Mondes. Er stieg laut der Sternwarte im sächsischen Rodewisch zusammen mit dem Bereich, von dem die Perseiden aus auf die Erde zukommen, im Laufe der Nacht immer höher.

Ihren Ursprung haben die Perseiden beim Kometen 109 P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt ihn auf ihrer Bahn um die Sonne und trifft dabei auf die von ihm verstreuten Teilchen. Diese verglühen dann als leuchtende Sternschnuppen, wenn sie in die Erdatmosphäre eintreten. Üblicherweise bleibe von den verglühenden Staubteilchen am Ende nichts übrig. Mit 60 Kilometer pro Sekunde Eindringgeschwindigkeit sind die Perseiden recht schnelle Meteore. 

Perseiden stammen vom Komet Swift-Tuttle ab

Schon seit Monatsbeginn tauchen die Meteore am Nachthimmel auf, viele weitere wird man noch bis Ende August bei guter Witterung und am besten an einem möglichst dunklen Ort – also nicht in der Großstadt – erspähen können. Wie der Name sagt, scheinen die Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus zu kommen. Perseus ist ein mythologischer Held aus der griechischen Antike. 

Der Komet 109 P/Swift-Tuttle selbst kommt nur alle 133 Jahre auf seiner Umlaufbahn wieder in unsere Region – das soll 2126 erneut der Fall sein. Seine Entfernung zur Erde soll dann laut der europäischen Raumfahrtbehörde Esa immer noch 22,9 Millionen Kilometer betragen. 

Swift-Tuttle wurde 1862 entdeckt und hat einen Kern von 26 Kilometern Durchmesser. Er ist nach Esa-Angaben damit zweieinhalbmal so groß wie der Asteroid, der die Dinosaurier auslöschte.


Bildnachweis: © Britta Pedersen/dpa
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