Die drei Weihnachtstage vom 24. bis 26. Dezember waren in Deutschland im Mittel so kalt wie seit dem Jahr 2010 nicht mehr. Der Tiefstwert sei in der Nacht zum 26. Dezember mit minus 12,1 Grad im Harz in Harzgerode in Sachsen-Anhalt gemessen worden, sagte Thore Hansen vom Deutschen Wetterdienst (DWD). 2010 hätten die Temperaturen im Mittel noch drei Grad tiefer gelegen als in diesem Jahr. Glätte im Zuge der eisigen Temperaturen sorgte auch in der Nacht zum Samstag wieder für zahlreiche Unfälle. In Niedersachen wurden bei einer Unfallserie auf der spiegelglatten A1 fünf Menschen leicht verletzt. Insgesamt stießen nahe Wildeshausen sieben Fahrzeuge zusammen. Im Landkreis Cloppenburg rutschte eine 22-Jährige in einer Kurve von der Straße, ihr Auto überschlug sich. Ihr acht Monate altes Baby blieb unverletzt, sie selbst wurde leicht verletzt. Auch in anderen Bundesländern wurden etliche Glätteunfälle erfasst, etwa in Brandenburg, Schlewig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. In Hamburg rückte die Feuerwehr seit Freitagabend in knapp zwölf Stunden zu 87 Glätte-Unfällen aus. Es habe sich dabei vor allem um Autounfälle gehandelt, außerdem seien Menschen wegen der Glätte gestürzt. Die Feuerwehr in Berlin warnte bis zum Vormittag vor Glätte durch Sprühregen. «Vermeiden Sie nach Möglichkeit nicht notwendige Aufenthalte im Freien», hieß es auf der Webseite. Am Morgen fuhren in Potsdam zudem keine Busse. «Witterungsbedingt ist der Busverkehr im Stadtgebiet Potsdam aktuell eingestellt», hieß es von den Stadtwerken Potsdam. Vor allem in der Nacht zum Montag müsse regional weiter mit Glättegefahr gerechnet werden, hieß es vom DWD. Vereinzelt gibt es demnach Sprühregen, der auf eiskalten Straßen rasch gefriert. Tagsüber soll es am Sonntag überwiegend sonnig und trocken bleiben. Zum Start in die neue Woche rechnet der DWD vor allem im Süden mit einem Wechselspiel aus Nebel und ansonsten viel Sonnenschein. Den Norden erreicht eine Kaltfront, die neben viel Wind an der Nordsee verbreitet dichte Wolken und etwas Regen bringt.
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