26. November 2025 / Aus aller Welt

In Liverpool in Menge gerast - Fahrer bekennt sich schuldig

Ein schwerwiegender Vorfall überschattete im Frühjahr die Meisterfeier des FC Liverpool. Vor Gericht gibt es nun eine Wendung.

Lange plädierte der 53 Jahre alte Brite auf nicht schuldig - das hat sich nun geändert. (Archivbild)

Der Mann, der im Mai bei der Meisterfeier des englischen FC Liverpool mit seinem Auto in eine Menge gerast war und dabei zahlreiche Menschen verletzt hatte, hat sich vor Gericht schuldig bekannt. 

Bisher hatte der 54 Jahre alte Brite alle 31 Anklagepunkte zurückgewiesen - darunter unter anderem den Vorwurf der vorsätzlichen schweren Körperverletzung und des gefährlichen Fahrens. Nun habe er seine Schuld am zweiten Prozesstag vor dem Liverpool Crown Court schluchzend eingeräumt, berichtete die Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal. Die Vorwürfe beziehen sich auf 29 Opfer im Alter von sechs Monaten und 77 Jahren. Der Mann wurde kurz nach dem Vorfall von der Polizei festgenommen. Einen terroristischen Hintergrund hatten die Ermittler früh ausgeschlossen.

Richter Andrew Menary sagte laut PA, dass eine «Freiheitsstrafe von gewisser Länge» unumgänglich sei. Darauf solle sich der 54-Jährige vorbereiten. Bis zur zweitägigen Urteilsverkündung am 15. Dezember bleibt der Mann in Untersuchungshaft.

Szene der Freude in Horror verwandelt

Ein Tag «unglaublicher Freude endete unter unvorstellbaren Umständen», sagte ein Sprecher des FC Liverpool PA zufolge. Der Verein hoffe, dass die heutige Wendung im Gerichtssaal «allen Betroffenen dieses schrecklichen Vorfalls etwas Frieden bringt».

Der Vorfall hatte sich bei der Siegerparade am 26. Mai ereignet. Zu diesem Zeitpunkt hatten Tausende Menschen auf der Straße gefeiert. Die Mannschaft des FC Liverpool war in einem offenen Bus durch die Stadt gefahren. Der Sender Sky News berichtete, das Team habe nur gut 20 Minuten vor dem Zwischenfall den Ort des Geschehens passiert. Szenen der Freude hätten sich in Horror verwandelt, sagte der britische Premierminister Keir Starmer damals in einer Stellungnahme.


Bildnachweis: © Danny Lawson/PA Wire/dpa
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